125 Jahre alt und weiter große Pläne

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Die Hinschenfelder Ringer in ihrem Badehaus im Freibad Ostende Foto: TSV Wandsetal

Der TSV Wandsetal feiert sein Jubiläum am 13. Juni. Langfristig gute Aussichten für Sportanlage an der Friedrichshöh

Von Marco Dittmer
Wandsbek
Die Geschichte, wie Manni zum TSV kam, ist ein Klassiker im Verein und wird sich immer wieder erzählt. Mit Manni ist Manfred Ziebarth gemeint. Ziebarth ist Platzwart beim TSV Wandsetal und kümmert sich um das Grün am Hinschenfelder Sportplatz. Vor dem TSV mähte er noch auf Sportplätzen nahe Schwerin in der früheren DDR den Rasen. „Wir lernten Manni bei unseren Trainingslagern nach dem Mauerfall kennen. Da reisten wir mit unseren Sportlern oft nach Mecklenburg-Vorpommern. Als wir die gepflegten Plätze sahen, haben wir gleich gesagt: Manni, du kommst mit zu uns!“, sagt Ehrenvorsitzende Jutta Rönsch.
Die 69-Jährige hat den Verein mit rund 1500 Mitgliedern über zehn Jahre als Vorstandsmitglied geführt, bevor sie ihr Ehrenamt antrat. Bis Manni dann nach Wandsbek kam, dauerte es zwar noch einige Jahre. Aber heute kreidet er tatsächlich Fußballfelder für den TSV. „Und einige sagen heute, dass der Sportplatz Hinschenfelde Hamburgs schönsten Rasen hat“, so Rönsch.
Mannis Geschichte ist nur eine von vielen aus den vergangenen 125 Jahren des TSV Wandsetal. Historische Bilder von Ringern in der Geschäftsstelle erinnern an die Anfänge um 1890. Seit dem hat sich das Vereinsleben grundlegend gewandelt. Heute muss der Klub um Hallenzeiten bangen und um Jugendlichen im Stadtteil mit Fitnessstudios buhlen, die Flatrates und Apps im Programm haben.
Der TSV setzt mit 20 Sportarten auf ein breites Angebot und auch auf modernere Sportanlagen: Die 50.000 Quadratmeter große Sportanlage Friedrichshöh könnte bald umgestaltet und erneuert werden. Die Pläne dafür sind zwar schon 20 Jahre alt, „mit dem Hamburger Wohnungsbauprogramm hat sich nun aber eine Gelegenheit ergeben“, sagt Rönsch. Sollte die Stadt den Sportplatz an der Stephanstraße für den Wohnungsbau nutzen und an einen Investor verkaufen, würde der Verein einen Teil der Erlöse für eine Umgestaltung der Anlage Friedrichshöh erhalten. Der Verein weiß schon genau, was er dort bauen will. Unter anderem soll eine Kleinsporthalle, neue Umkleideräume und die neue Geschäftsstelle gebaut werden. „Das wird aber noch einige Jahre dauern“, sagt Jutta Rönsch. Was bevor steht, ist die Jubiläumsfeier am Sonnabend in der Sporthalle Wandsbek. Zwischen 14 und 18 Uhr werden alle Sportabteilungen des TSV ihre Sportart präsentieren. Mit dabei sind rund 50 Ehrenamtliche, eine wichtige Säule des Vereins. Sie übernehmen beim TSV wichtige Trainerposten.
Angekündigt hat sich auch Integrationsstaatsministerin Aydan Özoguz aus Oldenfelde. Sie will auf die Arbeit des Vereins in der Flüchtlingshilfe aufmerksam machen. Der Klub bietet den Flüchtlingen an der Litzowstraße Sportkurse an. Viele halfen auch ehrenamtlich beim Wandsbeker Halbmarathon aus. Jutta Rönsch hofft bei der Feier auf volle Ränge. Auch Manni hat schon fest zugesagt.

125 Jahre TSV Wandsetal, 13. Juni, ab 14 Uhr, Sporthalle Wandsbek, Rüterstraße 75
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