190 neue Wohnungen

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Der Entwurf der Architekten. So wird die Wohnanlage in Tonndorf nach ihrer Fertigstellung aussehen Simulation: Feldsien Architekten
 
Links: Der Bau von 190 Wohnungen an der Tonndorfer Hauptstraße ist im vollen Gange. Rechts: Der Entwurf der Architekten. So wird die Wohnanlage in Tonndorf nach ihrer Fertigstellung aussehenFoto: Je, Simulation: Feldsien Architekten

Genossenschaft baut das „Quartier Tonndorf“

Von Martin Jenssen

Tonndorf. Der Wohnungsbau im Bezirk Wandsbek boomt. An der Jenfelder Au sollen bald 770 Wohnungen entstehen. Wenige hundert Meter nördlich, an der Tonndorfer Hauptstraße Nr. 85 bis 91, ist die Wohnungsgenossenschaft Hamburg-Wandsbek von 1897 (WHW) schon weiter. Dort ist der Bau von 190 Wohnungen im vollen Gange. Das Schöne dabei für die Wohnungssuchenden: Die Mieten werden erschwinglich sein. Für eine Großstadt wie Hamburg sogar ausgesprochen günstig

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Ralf Niedmers, Vorstand der WHW, erklärt: „Von den geplanten 190 Wohnungen werden 164 öffentlich gefördert. Die anfängliche Kaltmiete für diese Wohnungen beträgt 5,90 Euro pro Quadratmeter. Die restlichen 26 Wohnungen sind frei finanziert.“ Das bedeutet: Eine geförderte Wohnung von 60 Quadratmetern wird in den ersten zwei Jahren kalt 354 Euro an Miete kosten. Danach erfolgt alle zwei Jahre eine moderate Erhöhung. Das Neubauprojekt in Tonndorf besteht aus zwei viergeschossigen Mehrfamilienhäusern mit vier Vollgeschossen und einem Staffelgeschoss sowie zwei Wohnhäusern mit fünf Vollgeschossen und einem Staffelgeschoss.
In den Gebäuden werden nach Fertigstellung 36 kleinere Zwei-Zimmer-Wohnungen (passend für eine Person) und 73 etwas größere Zwei-Zimmerwohnungen (passend für zwei Personen) gebaut. Für Familien mit Kindern entstehen 59 Drei-Zimmer-, 19 Vier-Zimmer- und drei Fünf-Zimmer-Wohnungen. Alle Gebäude sind voll unterkellert und verfügen über eine Tiefgarage mit insgesamt 153 Stellplätzen sowie zwei voneinander getrennten Zu- und Ausfahrten.

27 Millionen Euro Investition

Die WHW investiert rund 27 Millionen Euro in das Projekt. Ende dieses Jahres sollten die ersten Wohnungen bezogen werden. Niedmers, der zusammen mit seinem Vorstandskollegen Detlef Siggelkow die Wohnungsgenossenschaft Hamburg-Wandsbek führt, erklärt: „Durch den langen und strengen Winter wurden die Bauarbeiten leider etwas verzögert. Aber im ersten Quartal des Jahres 2014 werden die ersten 20 Wohnungen bezugsfertig.“
In Zusammenarbeit mit dem Büro „Feldsien Architekten BDA“ aus Kaltenkirchen hat die WHW für ihre künftigen Mieter ein attraktives Konzept entwickelt, das die Bedürfnisse junger Familien berücksichtigt, aber auch auf ältere Menschen und Singles eingeht. Zentral gelegen können die künftigen Neu-Tonndorfer schnell die Grünanlagen an der Wandse und das nahegelegenen Freibad Ostende erreichen. Shoppingtouren sind im TONDO, im EKT Farmsen und dem Rahlstedt Center möglich. Schulen, Kitas und Ärzte befinden sich ebenfalls in der Nähe zum Quartier. Mit dem S-Bahnhof Tonndorf und verschiedenen Buslinien sind öffentliche Verkehrsmittel in unmittelbarer Nähe.
Wer kommt in den Genuss der preiswerten Wohnungen? Die Bewerber brauchen dafür einen sogenannter Paragraph 5-Schein. Detlef Siggelkow: „Was kaum einer weiß: über 50 Prozent der Hamburger Haushalte können diesen Wohnungsberechtigungsschein bekommen. Wir freuen uns, dass wir hier auch neuen bezahlbaren Wohnraum für unsere Mitglieder schaffen.“
Nähere Auskünfte zu dem Berechtigungsschein erteilen die Kundenzentren der Bezirksämter. Mit der Vermietung der Wohnungen an der Tonndorfer Hauptstraße will die WHW nach dem Richtfest, das voraussichtlich im September stattfindet, beginnen. Bei Mietinteresse stehen die Mitarbeiter der WHW unter Telefon 6828770 zur Verfügung.
Mit dem Tonndorfer Projekt noch nicht genug. Im dem an Wohnungsmangel leidenden Bezirk Wandsbek will die WHW in Kürze weitere Bauanträge für über 100 Wohnungen stellen. Nach der Einschätzung von Ralf Niedmers könnte in Hamburg allgemein noch sehr viel mehr gebaut werden. Dass es dazu zur Zeit leider nicht kommt, liegt an den Grundstückspreisen, die in Hamburg zur Zeit enorm hoch sind. (je)
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