20. Internationale Fledermausnacht in Hamburg

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Alexander Heidorn (l.) und Gruppenleiter Michael Kasch tun viel für die Fledermäuse am Bramfelder See Foto: tel

Bramfelder installieren fleißig Quartiere am See. Führungen am Wochenende

Von Michael Hertel
Farmsen/Bramfeld
Fledermaus-Freunde erleben am kommenden Wochenende das Highlight des Jahres: In der Nacht vom 27. zum 28. August veranstaltet das europäische Büro für Fledermausschutz („EUROBATS“) die 20. „International Batnight“ mit Führungen und Vorträgen vor Ort. Viele Nabu-Gruppen machen mit. Michael Kasch (68) und Alexander Heidorn (52) von der Nabu Gruppe Bramfeld sind gut vorbereitet und haben noch mal einige Fledermauskästen rund um den Bramfelder See aufgehängt. Die Säugetiere faszinieren durch ihre Besonderheiten, zum Beispiel die Fähigkeit, durch ihre Ultraschallrufe in finsterer Nacht Hindernisse wie Beutetiere aufspüren zu können. „Deutschlandweit leben rund 25 Fledermausarten, in Hamburg sind es 14 und am Bramfelder See etwa 5 bis 6“, weiß Gruppenleiter Kasch. Alle in der EU lebenden Fledermausarten sind streng geschützt. Heidorn zeigt einen schwarzen Fledermauskasten aus Holzbeton „Diese langlebigen Kästen kann man beim Nabu kaufen. Die schwarze Farbe erzeugt im Innern eine Wärmeglocke – das ist wichtig für die Tiere.“ Erstaunlich klein ist das Einflugloch. „Dieser Kasten ist speziell für Zwerg- und Rauhautfledermäuse gedacht“, erklärt Kasch.

Regelmäßig Exkursionen


Immer wieder nehmen Mitglieder der Gruppe kleine Pfleglinge auf – verletzte, erschöpfte Tiere oder solche, die sich in ein Haus verflogen haben. „Wer eine Fledermaus findet, sollte Handschuhe anziehen, denn die Tiere können beißen“, erklärt Heidorn. Aber nicht, um ihren Opfern à la Dracula Blut auszusaugen, sondern aus Angst. „Am Besten ist es, man ruft das Hamburger Fledermaus-Nottelefon an 0700/35 33 37 62. Wir kommen dann und fangen die Tiere ein“, meint der erfahrene Pflegevater Heidorn. Jetzt im Herbst suchen sich die Fledermäuse geschützte Quartiere für den Winterschlaf. Deshalb kann man sie auch besonders gut beobachten. Die regelmäßigen Fledermaus-Expeditionen der Bramfelder Nabu-Gruppe sind äußerst beliebt. „Wir haben häufig 30 oder mehr Teilnehmer“, sagt Kasch. Zur kostenlosen „Batnight“ am Sonnabend, 27. August, 20 Uhr (Treffpunkt: Infotafel Bramfelder Redder), werden es sicherlich noch mehr sein. Einen Abend zuvor gibt es unter anderem eine Führung an der Außenmühle (Harburg). Nicht kostenlos ist die große Führung im Duvenstedter Brook (26. August, 19 Uhr; anmelden unter t 69 70 89-0).

Weitere Infos: Batnight 2016 – Fledermäuse vor der Haustür; 20. „International Batnight“
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