25 Jahre Gartenstadt: „Aufregende Zeit“

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Mächtig Druck auf die Politik: die auf den Plakaten erwähnte Bürgerschaftswahl vom 9. November 1986 fiel für die SPD katastrophal aus Foto: mgf

Bei Jubiläumsfeier wird an den erfolgreichen Kampf um die Siedlung in Hamburg-Farmsen erinnert

Von Michael Hertel
Farmsen
Karin Jöckel (72) und Fritz „Fiete“ Geick (70) gehörten zu den Pionieren der Mieterinitiative Farmsen. „Wir sollten für eine Mark an einen Berliner Bäcker verkauft werden. Aber wir wollten unser Zuhause behalten. Da gab es eine Aufbruchstimmung. Wir malten Plakate und gingen auf die Straße“, erinnert sich Karin Jöckel an die aufregende Zeit Mitte der 1980iger Jahre, als ihr Vermieter, die gewerkschaftseigene „Neue Heimat“ um ihren skandalumwitterten Vorsitzenden Albert Vietor nach Misswirtschaft und deren Aufdeckung durch den Spiegel zerschlagen wurde. Die Bewohner der „Gartenstadt Farmsen“ mussten damals massiv um ihre preiswerten Wohnungen fürchten. „Die Siedlung wäre zerstückelt worden und würde heute so nicht mehr bestehen. Das wollten wir uns nicht gefallen lassen“, ergänzte Geick, Mitbegründer der Genossenschaft mgf, die nach jahrelangem Kampf vor nunmehr 25 Jahren juristisch anerkannt wurde, um mit der Stadt entsprechende Verträge abschließen und die Verwaltung der Siedlung übernehmen zu können. Anlass genug zu einer Jubiläumsfeier am vergangenen Freitag in der Erlöserkirche am Bramfelder Weg. Prominentester Gastredner war der SPD-Fraktionsvorsitzende der Hamburger Bürgerschaft, Andreas Dressel. Und darin waren sich Dressel, Bezirksamtsleiter Thomas Ritzenhoff, VNW-Verbandsdirektor Andreas Breitner und mgf-Vorstandsvorsitzender Matthias Diekhöner mit den mehr als 100 Gästen einig: Der Kampf um die Gartenstadt hat sich gelohnt und die Genossenschaft eine Erfolgsgeschichte geschrieben.

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