3,6 Millionen Euro für Mensa

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Schulsenator Ties Rabe (vorne) nahm schon einmal entspannt Platz, auch wenn die neue Mensa noch im Rohbau ist Foto: kg

Gymnasium Marienthal und Max-Schmeling-Stadtteilschule speisen bald gemeinsam

Von Karen Grell
Marientha
l Das Gymnasium Marienthal und die Max-Schmeling-Stadtteilschule erhalten einen gemeinsamen Neubau: eine Produktionsküche mit zwei Essräumen, in denen täglich über 800 Schüler Mittagessen können. Ursprünglich geplant waren zwei für jede Schule separate Aufwärmküchen, doch auf Wunsch beider Schulen wird nun in Zukunft in nur einer Produktionsküche frisch gekocht und gemeinsam gegessen. Ein großes Projekt, das die Behörden 3,6 Millionen Euro kostet. „Wir mussten wirklich sehr tief in die Taschen greifen“, betonte Schulsenator Ties Rabe zum Richtfest in der vergangenen Woche. Sowohl das Gymnasium als auch die Stadtteilschule erhalten einen eigenen großen Essbereich, in dem genug Platz sein wird, um alle Schüler unterzubringen.
Mit einer Fläche von insgesamt 820 Quadratmetern sei dieser Neubau einer der Größten der letzen Jahre, so Rabe. Grund für die vielen zusätzlichen Bauvorhaben an den Schulen war einerseits die Einführung der Ganztagsschule, so der Schulsenator, aber auch die wachsende Stadt, in die es immer mehr Menschen lockt, darunter auch Familien mit Kindern. „In meiner Kindheit gab es den Trend raus aufs Land, heute ist ein ungebrochener Trend zurück in die Stadt zu beobachten.“
Mit einer Auslastung von 40 Prozent beim Ganztagsprogramm und damit verbundenem Mittagessen in der Schule, war die Behörde ursprünglich ausgegangen. Die Realität sieht heute anders aus: Über 75 Prozent aller Schüler bleiben auch über die Mittagszeit in der Schule. Darauf musste der Schulbau Hamburg reagieren und vor allem investieren. Die einst geplanten 150 Millionen Euro für die Ganztagsbetreuung in Hamburg haben sich bereits verdoppelt. Auch am Gymnasium Marienthal ist ein Neubau notwendig geworden, die alte Mensa „platzte bereits aus allen Nähten“, sagen Schüler. „Schule muss heute ein Ort zum Leben und Wohlfühlen sein“, so Ties Rabe. Wer den ganzen Tag über hier seine Zeit verbringe, der solle sich auch gut aufgehoben fühlen.
Doch die Kantine im Holstenhofweg soll noch mehr bieten, als Platz zum Essen. Durch Ausbuchtungen, so genannte Kabinette, können die Räume flexibel genutzt werden und auch außerhalb der Essenszeiten durch Trennwände als Ganztagsbereich oder zur Betreuung einzelner Schülergruppen genutzt werden. Eröffnung ist nach den Sommerferien.
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