50 Jahre Grundschule Kamminer Straße

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Die Klasse 3a hat Umfragen in der Umgebung gemacht und erfahren, was damals anders war Foto: Grell

Jetzt wird gefeiert

Oldenfelde Die Grundschule Kamminer Straße wird 50 Jahre alt. Schüler und Lehrer wollen das mit dem ganzen Stadtteil zusammen groß feiern. Die Vorbereitungen für das Jubiläumsfest laufen bereits auf Hochtouren und neben den Traumsteinen, die von den Kindern mit der Künstlerin Viktoria Scholz aus Leipzig gerade noch gebaut werden, soll es auch viele Informationen zu der Entwicklung der Schule geben. In 50 Jahren ist viel passiert die Highlights der Geschichte sind in einer Festzeitung zusammengefasst. Besonders auffällig war zu Anfang der Schulzeit in der Kamminer Straße der rasante Anstieg der Schülerzahlen. Allein im Jahr 1966 gab es einen Zuwachs von knapp 300 auf über 800 Schüler. Zu der anfänglich gegründeten Grundschule kamen später noch ein paar Realschulklassen hinzu. Die Schule platzte fast aus allen Nähten, hatte zu Anfang nicht einmal eine Turnhalle und auch die Verwaltungsgebäude fehlten. Auch mit unbequemen Wahrheiten setzt man sich auseinander: Das Image der Schule soll nicht immer das beste gewesen sein, heißt es in der Festschrift. Was die Schule ausmachte, war die Toleranz gegenüber allen Schülern. Keiner sollte „weggewünscht“ werden. Dieses Konzept wurde an der Schule Kamminer Straße schon lange bevor es Integrationsklassen gab, umgesetzt.
1982 fiel ein großer Schatten auf die Schulgemeinschaft, aus deren Reihen Opfer eines Lawinenunglücks zu beklagen waren. Noch heute erinnert eine Gedenktafel an die Katastrophe, bei dem im Salzburger Land ein Lehrer und mehrere Schüler der Kamminer Straße ums Leben kamen.
Schulleiter Eckhart Ortmann kam in den Jahren der Schulentwicklung hinzu, in der es über die Integrationsklassen, der verlässlichen Halbtagsschule bis zur Inklusion und der Ganztagsschule in großen Schritten voran ging. Mit dem Jubiläum haben sich auch die Kinder, die heute die Grundschule besuchen, auseinandergesetzt. Die Klasse 3 a hat in der Umgebung Interviews mit über Fünfzigjährigen gemacht, die selber in den 1960er Jahren die Schulbank gedrückt haben. „Das Klopapier war viel härter“, haben die Schüler erfahren und auch die Strafen seien andere gewesen. „Man musste in der Ecke stehen, wenn man etwas falsch gemacht hatte“, erfuhr Lilli und dass man sich damals gar nicht getraut habe, zu den Lehrern frech zu sein. „Fangen spielen“ hieß vor 50 Jahren „Kriegen“ und in den Pausen beschäftigte man sich mit Gummitwist und Seilspringen. Die Reise zurück in die Vergangenheit hat den Kindern viel Spaß gemacht und nun hoffen sie auf viele Besucher, die sich beim Schulfest zusammen mit ihnen erinnern und den aktuellen Alltag in der Kamminer Straße erleben wollen. (kg)

Großes Schulfest am Sonnabend, 10. Oktober, 16 bis 18 Uhr, Grundschule Kamminer Straße, Kamminer Straße 4, Eintritt frei
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