60+ in Wandsbek

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Gerd Hardenberg (v.li.), Günter Lübcke und Frank Hiemer. Fotos: Bätz

Stadtteilkonferenz diskutiert über Lebensformen für Senioren

Von Hubert Bätz
Wandsbek / Marienthal. Die fünfte Stadtteilkonferenz Wandsbek-Marienthal hatte ein Schwerpunktthema: Leben in Wandsbek mit 60+. Rund 30 Teilnehmer diskutierten darüber. Kein Wunder liegt doch der Anteil der über 65-Jährigen im Stadtteil Wandsbek selbst mit 20,7 Prozent, Marienthal mit 22,8 Prozent deutlich über dem Hamburger Wert von 18,9 Prozent. Und die Tendenz des Seniorenanteil in Wandsbek ist steigend. Dies zeigten auch die Referenten Günter Lübcke vom Seniorenbeirat Wandsbek und Susanne Hergoss vom Ruckteschell-Heim (Eilbek) auf, die das Wohnen bei Genossenschaften, im Eigenheim, oder im Mehrgenerationenhaus und Seniorenheim, Seniorenresidenzen gegenüber stellten. Leider war kein Vertreter der Wohnungsgesellschaften der Einladung zur Stadtteilkonferenz gefolgt.
Dies bemängelten besonders die beiden Moderatoren Gerd Hardenberg und Frank Hiemer. Hiemer: „Die Wohnungswirtschaft hat sich offensichtlich noch nicht auf die alternde Gesellschaft eingestellt.“ Günter Lübcke: „Es gibt kaum ein Konzept das Ältere bewegt, aus ihren häufig zu großen Wohnungen in kleinere um zu ziehen.“
Zum Anderen kritisierten Teilnehmer, „dass von Senioren selbst finanzierte altersgemäß umgebaute Wohnungen (z.B für Rollstuhl und Gehhilfe) bei einem Auszug oftmals teuer „zurück gebaut“ werden müssten.
Interessanter erschien da das Mehrgenerationenhaus, wo jung und Alt zusammen leben können.
Dann ging es um die Alternative Seniorenheim. Die stellte Susanne Hergoss vor. Von ihr erfuhr man, „dass auch WG-erprobte Alt-68er, „Rückzugmöglichkeiten wie ein abschließbares Bad zu schätzen wissen“. Hergoss plädierte allerdings wie Lübcke dafür, „keine separate Planungen für Senioren zu entwickeln“, „denn Themen wie Barierrefreiheit, innovative Wohnkonzepte, Wohnumfeldverbesserung., Infrastruktur (Einkaufsmöglichkeiten, medizinische Versorgung, Beratungsstellen betreffen Alt und Jung.“ Das Thema wird weiter verfolgt.
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