Ab Juni wird saniert

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Großes Transparent, große Pläne: Brakula-Chef Uwe Schmidt vor dem Stadtteilhaus Foto:ms
 
Die Sanierung des Brakula soll im Februar 2016 abgeschlossen sein Foto: Sichting

Brakula-Arbeiten für 1,65 Millionen Euro starten

Bramfeld Das „Herausputzen“ des Bramfelder Kulturladens (Brakula) geht los! Die Baugenehmigung liegt vor, Mitte Juni soll die Sanierung beginnen – wie sich jetzt allerdings herausstellt mit einigen Veränderungen. Es müssen geplante Vorhaben geändert und an die baulichen und finanziellen Gegebenheiten angepasst werden.
Die Bausubstanz ist alt und teilweise nicht mehr zu erhalten. Das ist mit Mehrkosten verbunden. Diese müssen aufgrund der festgeschriebenen Sanierungskosten von 1,65 Millionen Euro innerhalb des Projekts umgeschichtet werden. Brakula-Geschäftsführer Uwe Schmidt sagte zum Hamburger Wochenblatt: „Da unser Etat begrenzt ist, muss wieder an anderer Stelle gespart werden. Wir hoffen, dass wir mit den 1,65 Millionen Euro, die wir zur Verfügung haben, hinkommen.“ Immer wieder gibt es Herausforderungen durch Veränderungen: „Allein die aktuelle Elektroinstallation kostet jetzt 350.000 Euro. Dafür waren 150.000 Euro veranschlagt. Man kann aber die vorhandenen Leitungen nicht erhalten. Die Elektroanlage ist einfach zu alt. Mit dem Siel ist es ähnlich. Die Kosten liegen jetzt schon bei etwa 200.000 Euro. Das ist alles weitaus mehr als geplant“, so Schmidt.

Neuer Aufbau


Eine der größten sichtbaren Veränderungen muss am neuen Aufbau über dem Saal vorgenommen werden. „Wir sparen durch Umplanungen im Erdgeschoss zwei Büros im Aufbau ein. Dadurch verkürzt er sich um 2,30 Meter. Das zieht allerdings auch wieder Änderungen an der Statik im darunterliegenden Saal nach sich“, so Uwe Schmidt.
Bei diesem Projekt ergeben sich mit jedem Fortschritt immer wieder neue Baustellen. „Das sind Sachen, die man vorher nicht sieht. So etwas stellt sich bei solch zähen Projekten erst während der konkreten Planungen mit den Gewerken heraus. Wir müssen das Brakula nun etwas anders sanieren, um auf ein funktionsfähiges Ergebnis zu kommen“, weiß Schmidt. Das Denkmalschutzamt sorgte mit der Auflage, die Fassade vorerst nicht anzutasten, für eine weitere von außen sichtbare (Nicht-)Veränderung. „Wir müssen prüfen, was man mit der Fassade noch machen kann und wie ihr Zustand ist, bevor wir sie sanieren. Die Frage ist, ob man sie überhaupt erhält. Wahrscheinlich ist das Mauerwerk sehr schlecht. Aus Denkmalschutz- und Kostengründen lassen wir die gelbe Farbe drauf.“ Größere Schaltschränke, neue Rettungswege und weitere kleine bauliche Veränderungen sorgen für steigende Kosten bei gleichbleibender Investitionssumme.
„Wahrscheinlich wird es so sein, dass wir das Café nun doch nicht in den Seminarraum verlegen. Das ist nicht mehr umsetzbar. Allein dadurch sparen wir 150.000 Euro. Wir bauen trotzdem eine neue Küche, die sich hinter dem jetzigen Café befindet, ein. Wir hoffen, wir kommen mit dem Geld hin“, so Schmidt.
Bis zum Baubeginn muss Uwe Schmidt schnellstmöglich Ersatzflächen auftreiben. Es sollen keine Veranstaltungen ausfallen. „Wenn wir hier nicht mehr reinkommen, müssen wir unsere Veranstaltungen an anderen Orten durchführen. Wir haben verschiedene Gespräche dazu geführt“, sagt er. Eine 140 Quadratmeter große Fläche hinter der Post am Bramfelder Dorfplatz 2a wurde bereits besichtigt und für geeignet befunden. „Da haben wir Räume, in denen wir ab Baubeginn Gruppenkurse durchführen können. Wir sprechen außerdem mit anderen Einrichtungen vor Ort, ob wir deren Räumlichkeiten mitnutzen dürfen. Im Sommer wollen wir auf Höhe der Bramfelder Chaussee 253 ein Zelt aufbauen und Veranstaltungen auslagern. Dafür muss man aber den aktuellen Baufortschritt abwarten. Bräuchten wir das Zelt erst zum Winter, wäre das Vorhaben hinfällig“, so Schmidt. Der Brakula-Geschäftsführer hat sich weitere leerstehende Geschäfte entlang der Bramfelder Chaussee angeschaut. Aufgrund hoher Mietkosten und schlechter Zustände kamen diese aber nicht in Frage. „Die Hanse Swingers werden bis in den Oktober hinein in der Marktplatz Galerie auftreten. Wahrscheinlich machen wir im Juli und August eine Sommerpause und fahren ein Ferienprogramm. Diese Sommerferien-Workshops können bei entsprechendem Wetter im Stadtteil stattfinden“, so der Geschäftsführer zuversichtlich.Laut Planung ist die Fertigstellung für Februar 2016 vorgesehen. „Das wird aber alles noch sehr knapp. Mit der Baugenehmigung sind wir etwa einen Monat im Verzug“, so Schmidt. (ms)
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