Ärger über Baustelle

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Fahrbahn und Nebenflächen der Meiendorfer Straße werden bis Oktober erneuert Foto: Glitz

Einzelhändler beklagen Umsatzeinbußen, Anwohner müssen Umwege fahren

Von Rainer Glitz
Meiendorf
Die Fahrbahndecke der ehemaligen B 75 in Richtung City ist bereits abgetragen. Ein Bagger verlädt die großen Asphaltbrocken auf einen Lastwagen. Die Bauarbeiten an der Meiendorfer Straße gehen voran. Der Verkehr rollt derzeit nur stadtauswärts, die Zufahrt  zum Spitzbergenweg ist gesperrt, zwischen Hellmesbergerweg und Saseler Straße ist eine Umleitung eingerichtet. Und genau da liegt für die betroffenen Gewerbetreibenden das Problem, wie der SPD-Bürgerschaftsabgeordnete Ole Thorben Buschhüter und die SPD-Bezirksabgeordnete Marlies Riebe jetzt bei einem Lokaltermin erfuhren.
So hatte die Bäckerei Larbig bislang viele Kunden aus Ahrensburg, die auf dem Weg in die Innenstadt kurz hielten und einkauften. Sie werden jetzt großräumig umgeleitet. „Und von der Saseler Straße darf man an der Ampel nicht links abbiegen“, ärgert sich Inhaberin Gudrun Larbig. Sie befürchtet, dass dich viele Stammkunden nun eine andere Bäckerei suchen. Auch im Blumengeschäft schräg gegenüber wird das Linksabbiegeverbot heftig kritisiert. Ähnlich sieht man es im Schreibwarenladen Schabani. Hier gebe es deutliche Umsatzeinbuße, die Öffnungszeiten wurden bereits auf 18 Uhr verkürzt, erfahren die SPD-Politiker. Auch im Friseursalon ist man wenig glücklich, es werde nicht schnell genug gearbeitet. „Es soll hier alles besser werden und auch zusätzliche Parkplätze geben“, erklärt Ole Thorben Buschhüter immer wieder. „Es ist hier alles sehr eng, und es ist schwierig, alle Wünsche unter einen Hut zu bekommen“, so der SPD-Abgeordnete weiter.

Anwohner leiden


Doch auch die Anwohner südlich der Meiendorfer Straße leiden unter der Situation. Denn von der Saseler Straße aus ist die Einfahrt in den Dassauweg verboten. Und raus aus dem Wohngebiet kommt man auch nur auf Umwegen. „Wir müssen jetzt vier Kilometer fahren, wenn wir in Richtung Innenstadt wollen“, sagt Anwohner Werner Schumacher. Er schlägt vor, die Einbahnstraßenregelung im Dassauweg aufzuheben und die Ampelschaltung zu ändern. Die SPD-Politiker Buschhüter und Riebe leiteten die Vorschläge weiter.
Jetzt liegt eine Antwort der Verkehrsbehörde vor. Es bleibe bei der jetzigen Regelung, sonst wäre die Umleitung von täglich 13.000 Fahrzeugen nicht zu bewältigen und es käme morgens und abends zu erheblichen Rückstaus. Ab Ende Juni allerdings werde die Einbahnstraßenrichtung umgedreht, die Sperrung von Grönländer Damm und Spitzbergenweg aufgehoben.
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