Aktiv in Marienthal gegen Dreck vorgehen

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Fast jede Woche ziehen die jungen Männer aus der Flüchtlingsunterkunft los, um Müll zu beseitigen Foto: Grell

Junge Flüchtlinge sammeln freiwillig Müll. „Wir wollen den Stadtteil unterstützen“

Marienthal In der Unterkunft für geflüchtete Menschen auf dem ehemaligen Concordia-Sportplatz leben Menschen aus unterschiedlichen Nationen zusammen. Nicht alle sprechen dieselbe Sprache, aber die meisten teilen das Schicksal vor Krieg und Elend geflüchtet zu sein und hier auf eine bessere Zukunft zu hoffen. Viele von ihnen, darunter ein Großteil junge Männer in arbeitsfähigem Alter, möchten nicht untätig herumsitzen und haben sich jetzt für den Stadtteil, in dem sie zurzeit leben, etwas ganz Besonderes überlegt. Meist einmal in der Woche ist eine Gruppe von bis zu zwanzig Männern mit blauen Müllbeuteln in der Hand unterwegs und sammelt den Abfall aus den Gebüschen heraus. „Da liegt jede Menge am Straßenrand und zwischen den Bäumen und Büschen“, erklären die fleißigen Abfall-Sammler, die ihre Säcke an diesem September-Morgen schnell mit leeren Verpackungen, Zigarettenschachteln und vielen leeren Kaffee-Becher aus Pappe füllen können. Fünf Müllbeutel sind in weniger als einer Stunde voll und die jungen Männer sind überrascht was man alles in den Marienthaler Grünstreifen finden kann. „Wir machen diese Arbeit richtig gern“, meinen die über Zwanzigjährigen und hoffen auch, den Nachbarn mit dieser Aktion vielleicht auch eine kleine Freude gemacht zu haben. „Wir wollen den Stadtteil unterstützen und haben Zeit, deshalb machen wir uns immer gleich früh am Morgen auf dem Weg.“ Eine spontane Aktion, die in der Nachbarschaft gern gesehen ist. (kg)
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