An der Leine des Bezirksamts

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Beschluss des Bezirksamts Wandsbek: Nena darf ihre Dobermannhündin „Ella“ vorerst nicht mehr ausführen, andere Personen dürfen mit dem Tier nur an der Leine spazieren Symbolfoto: thinkstock

Nena darf ihren Dobermann „Ella“ nicht mehr ausführen

Rahlstedt Wenn Rahlstedt bundesweit in die Schlagzeilen gerät, hat das meist mit der bekanntesten Bewohnerin des Stadtteils zu tun: Nena. Jetzt brachte ihr Hund „Ella“ die Sängerin (55), mit bürgerlichem Namen Susanne Kerner, erst in die „Bunte“, dann in die Tageszeitungen: „Strafverfahren!“, „Nena muss Hundeführerschein machen“, hieß es auf den (Titel)seiten.
Auslöser sind Vorfälle mit einem verletzten und einem getöteten Reh im Wehlbrook, nach denen Nena jetzt quasi vom Bezirksamt Wandsbek an die Leine genommen worden ist: Sie darf ihre Dobermannhündin „Ella“ vorerst nicht mehr ausführen, andere Personen dürfen mit dem Tier nur an der Leine spazieren. Erst wenn die Musikerin nachweisen kann, dass sie ihrem Hund Gehorsam und Leinenführigkeit vermitteln kann, bekommt sie wieder eine Chance auf Gassi mit „Ella“. Das Bezirksamt gibt dabei keine Anweisung für ein Hundetraining, sondern empfiehlt eine solche Schulung: Denn ein Experte muss bestätigen, dass Nena „Ella“ im Griff hat. „Dieses Gutachten wird geprüft“, so Bezirksamtssprecherin Lena Voß, erst danach könnte die bislang unbefristet geltende Auflage aufgehoben werden.
Die Angelegenheit – ein Verstoß gegen Leinenzwang, ein Vorfall mit Rehen – ist keine außergewöhnliche Nachricht, sondern machte deshalb Schlagzeilen, weil es eben Nena ist. „Im Laufe der vergangenen Wintermonate sind in den Randbereichen des Bezirks Wandsbek fast ein Dutzend Rehe durch freilaufende, wildernde Hunde getötet worden“, hieß es bereits im März 2015 in einer Mitteilung des Bezirksamtes.
Ein Reh starb im Februar im Wehlbrook durch Hundebisse in den Hals. Eine Zeugin alarmierte die Polizei, die Nena als Halterin ermittelt haben soll. Auch ein verletztes Reh im Herbst 2014 soll auf das Konto ihres Dobermanns gegangen sein. Ein Strafverfahren wegen Jagdwilderei wurde jetzt mangels Beweisen eingestellt. Nena muss ihre geliebten Jogging-Runden nun vorerst ohne „Ella“ machen. Ein Hundetrainer wird offenbar schon gesucht. (sta)
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