Angst vor steigenden Mieten

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Die Bundesvorsitzende der Grünen, Simone Peter (4.v.l.), informierte sich über die Probleme in Steilshoop Foto: Glitz

Grüne Bundesvorsitzende Simone Peter auf Wahlkampftour

Steilshoop/Farmsen Kaffee, Butterkuchen und Donauwellen warten im „Café Jetzt“ in der Gründgensstraße. Und eine Menge Informationen über die Großsiedlung für Simone Peter, Bundesvorsitzende der Grünen. 70 Prozent der Wohnungen hier seien öffentlich gefördert, erfährt sie von Michael Gwosdz, Kandidat der Grünen für den Wahlkreis Bramfeld-Farmsen-Berne. Die Mieten seien auch nach 40 Jahren sehr niedrig, viele Wohnungen aber marode, ergänzt Dennis Paustian-Döscher, Fraktionschef in der Bezirksversammlung und selbst Steilshooper.

Keine Barrierefreiheit


Im Kern der Siedlung liege der Anteil der Leistungsempfänger bei 95 Prozent. Es gebe keine Barrierefreiheit in Steilshoop, die Einkaufsmöglichkeiten seien begrenzt und der Schulstandort unsicher, so Mariana Fernandes Martins vom Stadtteilbeirat und Martin Kersting von der Koordinierungskonferenz. Ihnen macht die Fusion der Gagfah, größter Vermieter im Quartier, und der Deutschen Annington Sorge. Nach geplanten Modernisierungen könnte es zu drastischen Mieterhöhungen kommen, darunter würden vor allem Hartz IV-Empfänger leiden. Ihnen dürfe nicht gekündigt werden, fordern Stadtteilbeirat und Koordinierungskonferenz in einem Brief. Bürgerschaftskandidat Michael Gwosdz unterstützt die Forderung. Gagfah und Annington stünden künftig unter Beobachtung. Vor dem Abstecher nach Steilshoop war Simone Peter in der Flüchtlingsunterkunft auf dem BFW-Gelände in Farmsen. Dort habe sie sehr positive Signale bekommen. Die Mitarbeiter seien sehr engagiert, so die grüne Bundesvorsitzende. Nach anfänglichen Widerständen gebe es nun viel Hilfe von den Nachbarn. (rg)
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