„Ansporn, um weiter an mir zu arbeiten“

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Marie Thielvoldt ist ein großes Handballtalent. Die Nominierung für den Länderpokal 2016 winkt Foto: wb

Handball-Talent Marie Thielvoldt wünscht sich Olympia in Hamburg

Von Julia Nikoleit
Rahlstedt
Eine alte Sportlerweisheit besagt: „Wer aufgibt, hat schon verloren.“ Wie wahr dieser Satz ist, hat die 15 Jahre alte Marie Thielvoldt in den vergangenen Monaten selbst erfahren können.

„Mit Leidenschaft und Willen kann man einiges erreichen.“ Marie Thielvoldt

Seit zweieinhalb Jahren steht die junge Kreisläuferin im Auswahlkader des Hamburger Handball-Verbandes, doch zur Sichtung des Deutschen Handballbundes (DHB) wurde sie im Januar 2014 trotzdem nicht eingeladen. „Ich war enttäuscht und traurig“, erinnert sich Thielvoldt an diesen Schlüsselmoment. Aufgeben kam für die Schülerin jedoch nicht in Frage: Sie wechselte zum traditionsreichen AMTV Hamburg und arbeitete hart an sich – das zahlt sich nun aus. Thielvoldt ist in ihrer neuen Mannschaft gereift und schnell zur Leistungsträgerin aufgestiegen. In der B-Jugend dominiert der AMTV derzeit die Hamburg-Liga und auch in der A-Jugend, wo sich Thielvoldt gegen teilweise drei Jahre ältere Spielerinnen beweisen muss, wird sie regelmäßig eingesetzt. Ihr Herz hängt an dem körperlichen Einsatz auf dem Parkett, dem leidenschaftlichen Kampf um das entscheidende Tor, dem mitreißenden Handballspiel. Aber sie denkt auch schon weiter: Die Olympischen Spiele und Paralympics 2024 in ihrer Heimatstadt wären „eine Wunschvorstellung“, unterstreicht die gebürtige Hamburgerin. Sie sagt: „Das ist ein ganz besonderer Ansporn, um weiter an sich zu arbeiten und ein sehr motivierender Gedanke.“ Bei der Vorstellung, dass ihr Wohnort Gastgeber der Olympischen Spiele werden könnte, gerät sie ins Schwärmen: „Ich finde es cool, dass wir uns bewerben. Das größte Sportereignis live miterleben zu können, wäre unglaublich.“ Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) entscheidet am 21. März, ob sich Hamburg oder Berlin offiziell Bewerberstadt nennen darf. Den Traum, selbst in der Arena am Volkspark - neben den Hallen in Kiel und Flensburg Austragungsort des olympischen Handballturnieres -, auflaufen zu dürfen, hat Thielvoldt jedenfalls nicht aufgegeben. Sie betont: „Mit Leidenschaft und Willen kann man einiges erreichen. Ich will mich in den kommenden Jahren so gut wie möglich entwickeln. Dann kann ich den Sprung nach ganz oben vielleicht auch schaffen. Es ist nicht unmöglich.“

Hoch hinaus


Bei der ersten Frauenmannschaft des AMTV in der Oberliga Hamburg/Schleswig-Holstein durfte das Talent beim Training schon reinschnuppern. In der Landesauswahl wird ihr Ehrgeiz belohnt: In den vergangenen Monaten hat Thielvoldt auf ihrer neuen Position am Kreis das Trainerteam um den ehemaligen HSV-Profi Adrian Wagner von sich überzeugt. Eine Nominierung für den DHB-Länderpokal 2016 scheint der Schülerin sicher zu sein. Wenn es nach Thielvoldt geht, soll das aber nicht die letzte Station gewesen sein. Sie will höher hinaus: „Ich weiß, dass ich im Gegensatz zu anderen Spielerinnen meines Jahrgangs noch nicht für die Jugendnationalmannschaft auflaufen durfte, aber deshalb werde ich nicht aufgeben.“ Der Handball ist ihre Leidenschaft: Drei- bis viermal trainiert Thielvoldt in der Woche, meist stehen zwei Spiele am Wochenende an und nebenbei betreut sie bei ihrem Heimatverein T.H.-Eilbeck noch zwei Jugendmannschaften.
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