Anwohner von DRK-Plänen überrascht

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Das ist das DRK Grundstück in der Rahlstedter Straße 8, das für die Unterbringung von Asylbewerbern genutzt werden sollFotos: güb

Das Rote Kreuz bietet Gelände für die Unterbringung von Asylbewerbern an

Rahlstedt. Die Pläne des DRK Hamburg, das eigene Grundstück in der Rahlstedter Straße 8 für die Herrichtung von Unterkünften für Asylbewerber der Behörde für Arbeit, Soziales, Familie und Integration (BASFI) zur Verfügung zu stellen, hat die Anwohner in der Rahlstedter Straße total überrascht. „Ich habe noch vor wenigen Wochen mit meinem Vermieter einen neuen Mietvertrag abgeschlossen. Als ich ihn fragte, was denn mit dem leeren Grundstück nebenan künftig sein werde, antwortete er, dort wird sich in den nächsten fünf Jahren bestimmt nichts zun. Damit ist ja wohl nichts mehr“, sagte Sven-Olaf Larsen, der mit seinem Unternehmen Dividan GmbH im Gebäude neben dem DRK-Grundstück ansässig ist. Nebenan hat auch Thomas Seltmann sein Kfz-Sachverständigenbüro . „Es wird bestimmt zu Problemen führen, wenn das Grundstück von der BASFI für die Unterbringung von Asylbewerbern genutzt wird. Wir haben in Rahlstedt schon genügend soziale Brennpunkte. Wir müssen nicht weitere schaffen“, betont mit Nachdruck Thomas Seltmann.
Auch die Politik hat sich mit der Ansiedlung von Asylbewerbern auf dem Grundstück Rahlstedter Straße 8 befasst. Die beiden Rahlstedter CDU-Abgeordneten Dr. Friederike Föcking und Karl-Heinz Warnholz haben eine Kleine Anfrage an den Senat gerichtet. Sie wollen wissen, warum die Wohnnutzung im Gewerbegebiet, zu dem das DRK Grundstück Rahlstedter Straße 8 gehört, zulässig sein soll. Sie fragen nach den Gründen, die dazu geführt haben, dem Bezirksamt und der Behörde für Arbeit, Soziales, Familie und Integration eine Befreiung von den Auflagen eines Gewerbegebietes zu erteilen.

Warum hier?

Auch Karl-Heinz Böttger, Inhaber der Firma Baustoffe Böttger, der auch in der Rahlstedter Straße mit seinem Unternehmen ansässig ist, sieht Probleme für die Ansiedlung von Asylbewerbern in seiner Nachbarschaft. Er plädiert dafür, das freie Grundstück des DRK für Wohnraum zu nutzen, in dem Auszubildende untergebracht werden können. „Senator Scheele hat eine Diskussion angeregt, damit die Schaffung von Wohnraum für Auszubildende in Hamburg vorangetrieben wird. Hier in Rahlstedt wäre auf dem DRK Grundstück die Möglichkeit gegeben“, erklärte Karl-Heinz Böttger. Er weist darauf hin, dass die Ansiedlung von Asylbewerbern auch in anderen Hamburger Stadtteilen schon zu Protesten geführt hat. (güb)
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Borys Sobieski aus Rahlstedt | 04.07.2013 | 09:30  
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