Appell an Hundehalter: Leine an!

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Auch für knuffige Welpen gilt die Anleinpflicht Symbolfoto: thinkstock

Bürgerverein und SPD-Politiker: Rehe in den Randbereichen Wandsbeks getötet

Von Karen Grell
Rahlstedt
Für Hunde jeder Größe und aller Rassen besteht im Bereich von Wäldern, geschützten Biotopen und Landschaftsschutzgebieten eine allgemeine Anleinpflicht. Das gilt auch für den Bereich Vogelschutzgehölz am Wehlbrook in Rahlstedt. Damit sollen nicht die Hunde in ihrem Bewegungsdrang eingeschränkt, sondern Tiere, darunter vor allem Rehe, geschützt werden. „Der Hund hat einen angeborenen Instinkt, der seinen Jagdtrieb weckt, sowie er ein wildes Tier wittert“, erklärt Horst Schwarz vom Rahlstedter Bürgerverein.

Rehkitz gebissen


Er appelliert zusammen mit Ekkehard Wysocki, dem Vorsitzenden der SPD Rahlstedt, an die Einsicht bei den Hundehaltern. Schon im Laufe der vergangenen Wintermonate seien in den Randbereichen des Bezirks Wandsbek ein Dutzend Rehe durch freilaufende Hunde getötet worden. „Einem kleinen Rehkitz ist dadurch das Muttertier entrissen worden“, bedauert Horst Schwarz, der das Tier mit dem Revierförster Johannes Nofke zu einer Aufzugsstelle brachte. Ein tragischer Vorfall, der durch das Anleinen des Hundes verhindert worden wäre. In ganz Hamburg gibt es Auslaufflächen für Hunde, beispielsweise am Höltigbaum, die kostenlos das ganze Jahr über genutzt werden können. „Wer mit seinem Tier einmal ungehindert herumlaufen möchte, der ist dort richtig“, so Wysocki. „In den Naturschutzgebieten und in allen Wäldern gilt auch für alle, die eine Befreiung von der Anleinpflicht nach dem Hundegesetz besitzen, die gleiche Regelung“, erklärt Schwarz.

Bis zu 250 Euro Bußgeld


Die im Wald lebenden Tiere werden durch herumlaufende Hunde einfach zu sehr gestört. Wer sich nicht an diese Vorschrift halte, müsse mit einem Bußgeld von bis zu 250 Euro rechnen, in schwerwiegenden Fällen kann das Reißen von Wildtieren durch einen nicht ausreichend beaufsichtigten Hund als Straftat beurteilt werden. Doch so weit wollen es Horst Schwarz und Ekkehard Wysocki gar nicht kommen lassen. Sie appellieren an die Einsicht der Hundehalter und meinen, dass der Erhalt der Tiere, die im Wald leben, das entscheidende Argument sein muss.

Auslaufzonen:
Wandsbek:
Am Stühm Süd, 10.050 m2, ehem. Campingplatz
Kupferteich, 47.500 m2
Höltigbaum/Sackgasse Eichberg, 37.900 m2,
Elsa-Brändström-Straße, 24.400 m2,
Schiffbeker Weg/Elfsaal, 15.300 m2
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