Arbeiten am Eilbekkanal

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Der Kanal ist etwas schmaler geworden, das Ufer dafür breiter und vor allem wieder sicherer. Foto: kg

Mehr Ufer, weniger Kanal

Eilbek. Viele wechseln schon ganz nach Routine die Straßenseite, wenn sie an der Wartenau am Eilbekkanal ankommen. Sowohl der Fußgängerweg als auch der Streifen für Radfahrer sind seit vielen Monaten gesperrt und noch wird es auch in den nächsten Wochen keine freie Durchfahrt geben. Die Sanierungsarbeiten am Kanal gehen zwar planmäßig voran, doch abgeschlossen sein sollen sie erst zum Ende des Sommers.
Die alte Spundwand, die über Hundert Jahre als Befestigung der Uferböschung diente, war im letzten Jahr als brüchig und damit für gefährlich erklärt worden und die Sanierungsarbeiten notwendig geworden. Lange Planungen zeigten am Ende, dass eine Aufschüttung vor der bestehenden alten Wand die beste Lösung sei und auch die Bäume am Südufer bei dieser Lösung erhalten bleiben könnten. Lediglich ein paar der Bäume direkt gegenüber der Hausboote, die im Kanal verankert sind, mussten weichen, um nicht die Anwohner dort in Gefahr zu bringen. Wer jetzt an der Brücke Wartenau auf den Kanal blickt, wird diesen etwas schmaler wahrnehmen als zuvor, was an der Verbreiterung der Wand liegt, die eine starke Befestigung und Aufschüttung erforderlich gemacht hat. „Sieht irgendwie anders aus als vorher“, stellt eine Radlerin aus Wandsbek überrascht fest. Sie fragt sich, ob es nicht eine andere Lösung gegeben hätte. Jeder Schritt zur Sanierung von der Straße aus, hätte allerdings eine komplette Abholzung der Bäume bedeutet und einen erheblicheren Aufwand für alle Anwohner der betroffenen Straßenseite. „Wichtig ist doch eigentlich vor Allem, dass die Wand jetzt nicht mehr abstürzen kann“ meinen zwei Nachbarn, die ein paar Hundert Meter entfernt wohnen und gerade mit ihren Hunden die Straßenseite wechseln.
Alle haben sich an die Dauerbaustelle bereits gewöhnt. „Nicht auszudenken, was alles hätte passieren können, wenn der Fußweg eines Tages plötzlich ins Wasser gestürzt wäre.“ Noch sind die Arbeiten am Kanal allerdings nicht abgeschlossen und deshalb heißt es auch weiterhin „Bitte die andere Uferseite benutzen“. (kg)
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