Ausflug in die Geschichte

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Noch undatiert ist dieses Klassenfoto. Wer kann helfen? Foto: Archiv Rahlstedt

16. Ausgabe des Rahlstedter Jahrbuchs erscheint Ende August

Von Christa Möller
Rahlstedt
Seit 1999 gibt der Arbeitskreis Geschichte des Rahlstedter Kulturvereins jährlich das „Rahlstedter Jahrbuch für Geschichte & Kultur“ heraus. Derzeit laufen die letzten Vorbereitungen für das aktuelle, mittlerweile 16.Heft, das am 31. August erscheinen und dann unter anderem in der Bücherhalle ausliegen wird.
Der Seitenumfang steht noch nicht fest, die Artikelauswahl läuft. Die Leser erwartet wieder eine abwechslungsreiche Mischung aus Geschichte, Geschichten und Kultur in Alt- und Neu-Rahlstedt sowie Meiendorf. „Man kann sich gar nicht vorstellen, wie das hier ausgesehen hat“, sagt Werner Jansen, der sich die redaktionelle Arbeit teilt mit Wera Tränckler und, neu im Redaktionsteam, Claudia Lauschke. Er zeigt dabei auf alte Fotos wie das vom Milchmann Emil Dassau, der zur Milchauslieferung mit Pferd und Wagen unterwegs war. „Das ist ja nach dem Kriege auch noch geschehen“, erinnert er. „Vom Mittelalter an haben wir sehr viel erforscht, aber es gibt immer noch neue Bereiche und Leute, die sich melden und etwas haben, was wir bekommen können“, freut sich Werner Jansen über die Unterstützung aus der Bevölkerung. So stammt das Foto von Emil Dassau aus dem Nachlass des geschichtsinteressierten Hans Petri. „Er hat sich für Geschichte interessiert und sehr viel gesammelt“, sagt Jansen begeistert über die „tollen Fotos von 1942 aus Alt-Rahlstedt“, die alle ordentlich beschriftet sind. Ihn freut, „wenn man die Geschichte vor der Tür hat und das Haus steht heute noch.“

Nicht alle Fotos datiert


Das ist jedoch nicht immer der Fall, und so ist zwar inzwischen bekannt, das ein Foto aus anderer Quelle einen Meiendorfer Futtermittelhändler zeigt, der sein Geschäft in der Wildgansstraße / Ecke Meiendorfer Straße gehabt haben soll, sein Name jedoch nicht. Das gilt auch für das undatierte Klassenfoto und viele andere Bilder, die den Heimatforschern vorliegen. „Wir planen noch mal einen Veranstaltungsabend“, erklärt Jansen, der hofft, dass dann viele Rahlstedter und Meiendorfer Aufklärung geben können. Im neuen Jahrbuch können Interessierte die Familiengeschichte einer Meiendorfer Bauernfamilie nachlesen, die in der Dänenheide, dem jetzigen Höltigbaum, ansässig war und ihren Hof aufgeben mussten, als die Bundeswehr das Gelände Anfang der 60er Jahre als Übungsplatz nutzen wollte. Verschiedene Künstler werden vorgestellt, es gibt einen Bericht über Rahlstedter Straßen, über das Naturschutzgebiet Höltigbaum und einen Artikel über den Friedhof. Die Jahrbücher werden in einer Auflage von 3.000 Stück gedruckt, erreichen aber nicht nur lokale Leser. Immer mal wieder bekommt der Rahlstedter Kulturverein Anfragen oder Informationen von Interessierten, die andernorts in Deutschland oder im Ausland leben und die Jahrbücher von Freunden oder Verwandten zugeschickt bekommen. Leser, die Angaben zu dem Klassenfoto machen können, nehmen über die Internetseite mit dem Kulturverein Kontakt auf.

Weitere Infos: www.rahlstedter-kulturverein.de
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