Außengastronomie und 60 neue Fahrradstellplätze

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Der Ostpreußenplatz soll „aufgeräumt“ und damit übersichtlicher werden

Erstes Konzept für den Umbau des Ostpreußenplatzes vorgestellt.
Baubeginn für 2016 geplant

Von Rainer Glitz
Wandsbek-Gartenstadt Die Sitzung des Regionalausschusses Kerngebiet Wandsbek in der Aula des Bundeswehrkrankenhauses war trotz der Hitze gut besucht. „Es geht ja auch um ein wichtiges Thema“, begrüßte der Ausschussvorsitzende Axel Kukuk Bezirkspolitiker und interessierte Bürger. Es ging um die Umgestaltung des Ostpreußenplatzes.
Der sei derzeit unübersichtlich, zugewachsen und lade nicht zum Verweilen ein – kurz: „Eine vernachlässigte Fläche“, so der Landschaftsarchitekt Günter Greis. Er hatte die anspruchsvolle Aufgabe, die Interessen von Geschäftsleuten, Hochbahn, Taxiunternehmen und natürlich der Nutzer des Platzes unter einen Hut zu bringen. Wohl auch deshalb hat es von der ersten Ideensammlung Ende 2013 bis jetzt gedauert, bis die ersten konkreten Vorschläge vorgelegt wurden.
Und die sehen so aus: Der zentrale Platz am denkmalgeschützten Pavillon soll „aufgeräumt“ werden. Ein neuer Belag soll her, ebenso Spielflächen für Kinder und eine Außengastronomie mit neuen Betreibern des Pavillons.

Buslinie 118 verlegen?

Alles soll barrierefrei ohne Bordsteine sein, Autos sollen auf dem Platz künftig nicht mehr fahren. Der Weg soll direkt zur U-Bahn und zu den Läden führen.
Einziger Wermutstropfen: 21 überalterte Bäume und Büsche sollen weg, dafür kommen 20 Neupflanzungen.
Auch in Sachen Verkehr soll sich einiges ändern. Gab es bislang sechs Auto-Stellplätze, sollen es künftig zehn sein. Statt der bisher 66 offiziellen Fahrradstellplätze sollen es 126 werden, darunter auch in Mietboxen. 24 StadtRad-Plätze kommen. Die Fahrradplätze sollen im Süden des Platzes eine Art Grenze zu den Bushaltestellen und den Taxis bilden. Auch ein Switchh-Punkt soll am U-Bahnhof Wandsbek-Gartenstadt kommen, an dem man von der Bahn auf einen Mietwagen umsteigen kann. Um Platz dafür zu schaffen, soll die Haltestelle der Linie 118 in die Lesserstraße verlegt werden. Nicht zuletzt über diesen Vorschlag gab es heftige Diskussionen, ebenso darüber, ob nicht mehr Stellplätze für Autos und Fahrräder möglich wären. Die Ausschussmitglieder stimmten einstimmig dafür, die Planung fortzusetzen und weitere Vorschläge zu prüfen. Rund 1,2 Millionen Euro wird der neue Ostpreußenplatz kosten, in zehn Monaten soll die endgültige Planung stehen. Noch 2016 soll Baubeginn sein.
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