Aydan Özoguz: Von Oldenfelde ins Kanzleramt

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Aydan Özoguz sitzt künftig mit am Kabinettstisch in Berlin
Rahlstedt. Die Hamburgerin Aydan Özoguz übernimmt ein Amt in neuer Bundesregierung: Sie ist die neue Staatsministerin für Migration, Flüchtlinge und Integration.
Die 46-Jährige aus Oldenfelde hatte bei der Bundestagswahl das Direktmandat im Wahlkreis Wandsbek gewonnen, gleichzeitig stand sie auf Platz 1 der Landesliste. Sie freue sich auf ihre künftige Aufgabe in Berlin, sagt Özoguz bei ihrer Vorstellung. „Ich denke, es ist ein wichtiges Signal, dass ich gleichzeitig das erste Kabinettsmitglied mit einer Zuwanderungsgeschichte bin“, sagte die in Hamburg geborene Tochter türkischer Kaufleute. Mit den Themen Integration und Zuwanderung befasst sich Özoguz seit fast 20 Jahren und war auch an den Verhandlungen zur großen Koalition beteiligt.
Deshalb sei die Berufung ins Kabinett nicht ganz überraschend gewesen, aber doch etwas ganz Besonderes, sagte sie auf NDR Info. „Meine halbe Verwandtschaft hat mich aus Istanbul angerufen, die das mittlerweile auch schon mitbekommen hatte“, so die SPD-Politikerin. Schwerpunkt ihrer Arbeit sei die Abschaffung der sogenannten Optionspflicht. Bislang müssen sich in Deutschland geborene Kinder ausländischer Eltern für eine Staatsbürgerschaft entscheiden, wenn sie volljährig werden. Özoguz betonte, sie wolle in Sachen Zuwanderung mit allen Ressorts gut zusammenarbeiten. Ihre politische Karriere in der SPD begann in der Hamburgischen Bürgerschaft, der sie von 2001 bis 2009 angehörte. Dann wechselte sie in den Bundestag, wurde Integrationsbeauftragte ihrer Partei und 2011 stellvertretende SPD-Vorsitzende. Aydan Özoguz ist mit Hamburgs Innensenator Michael Neumann verheiratet. Das Paar hat ein Kind. Für die Türkische Gemeinde Hamburg und Umgebung e.V. ist die Ernennung Özoguz „ein historischer Meilenstein in der Deutschen Migrationspolitik“. Sie werde an zentraler Stelle die Weichen für eine zukunftsfähige und praxistaugliche Integrations- und Migrationspolitik stellen. (rg)
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