Badespaß mit Tradition

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Bademeister Kim Rau konnte wegen der kalten Temperaturen am Eröffnungs-Sonntag kaum Badegäste begrüßen Foto: kg
 
Das kleine Häuschen am Eingang des Freibades erinnert an alte Zeiten. Das Bad gibt es schon seit 1933 Foto: kg

Freibad Ostende startet in Saison. Verein wartet auf besseres Wetter

Von Karen Grell
Tonndorf
Im Freibad Ostende am Tonndorfer Strand Nummer 37 wurde an diesem Wochenende die Badesaison eröffnet. Die große Liegefläche mit 24.000 Quadratmetern und den Natursee mit noch einmal 12.000 Quadratmetern nutzen in der warmen Jahreszeit täglich Familien aus dem gesamten Nord-Osten der Stadt. „Im Sommer kommen bis zu 5.000 Leute am Tag ins Bad“, bestätigt Pia Rau, die als ehrenamtliche Leiterin tätig ist. Einer der Bademeister, die während der Öffnungszeiten für die Sicherheit sorgen, ist Sohn Kim. „Seit 1933 gibt es diese Badestelle“, sagt Pia Rau. 1986 sei der Verein „Freibad Ostende“ gegründet worden, nachdem Bäderland Hamburg den Betrieb aufgegeben hatte und auch die vorübergehende Lösung, einem Taucherverein die Leitung zu übertragen, nicht geklappt hatte. 32 Mitglieder kümmern sich jetzt ehrenamtlich um den Erhalt des Bades und müssen dabei sehr gut wirtschaften, denn finanzielle Unterstützung gibt es keine. „Wenn neue Anschaffungen anstehen, müssen wir diese aus den laufenden Einnahmen bewältigen“, erklärt Pia Rau, die verrät, dass viele der Kinder von einer Schaukel träumen, die Gelder aber zurzeit noch nicht bereit stünden. Besonders attraktiv für die Badegäste in Ostende ist auf jeden Fall die Größe des Sees, der in einen Bereich für Schimmer und einen für Nichtschwimmer unterteilt ist. Der Rest des Sees gehört dem Anglerverein, der hier aktiv ist. Ein Spielplatz, ein schmaler Sandstrand, ein drei-Meter Sprungturm und die große sonnige Wiese runden das Freizeitangebot im Bad ab. Wer beim Baden Hunger oder Durst bekommt, kann zum Kiosk gehen und sich mit Pommes, Eis und Getränken versorgen. Auch der Eintrittspreis stimmt am Tonndorfer Strand: 3 Euro zahlen Erwachsene, Kinder 1,50 Euro. Wer zur Happy Hour zwischen 18 und 19 Uhr noch schnell ein paar Runden schwimmen will, muss nur noch die Hälfte bezahlen. Wer Angst vor Algen oder schlechter Wasserqualität hat, der muss sich in Ostende keine Sorgen machen. Ostende ist ein EU-Gewässer und wird alle zwei Wochen auf die Wasserqualität hin geprüft. „Wir haben aufgrund der Größe immer optimale Werte“, freut sich die Badeleitung. Auch bei heißen Temperaturen. Neben den Badegästen, die hier den ganzen Sommer über zwischen 9 und 19 Uhr Einlass bekommen, nutzen, laut Bademeister Kim Rau, auch viele Vereine, Kitas und Schulen den Natursee. „Es gibt bei uns Kanu-Polo und Sportler trainieren für den Triathlon“. Für Kitas und Schulen sei Ostende immer schon ein beliebtes Ziel für Ausflüge gewesen. Am ersten Tag dieser Saison, machten die Eisheiligen einen Strich durch die Rechnung der großen Eröffnung. „Drei Leute waren heute morgen hier“, lacht Pia Rau, die den Termin für den Saisonstart immer schon im September anmelden muss. „Bald wird es aber wieder voll auf Helgoland“, vermutet die Bad-Leiterin. Mitten im See ist ein Ponton im Wasser – die Besucher haben ihm den Namen der Nordsee-Insel gegeben. (kg)

Freibad Ostende, Tonndorfer Strand 37 bis September immer von 9 bis 19 Uhr geöffnet, Eintritt 3 Euro Erwachsene, 1,50 Euro Kinder, Sechser-Karte 15/7,50 Euro, Saisonkarte mit Schlüssel 93 Euro, Wassertiefe Nichtschwimmer bis 1,20 Meter, Schwimmer bis 9 Meter, tiefste Stelle im See 20 Meter
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