Bahn frei für den Radsport

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Waghalsige Sprünge und rasante Manöver führen Jugendliche auf der BMX-Bahn aus Foto: thinkstock

BMX-Bahn auf ehemaliger Deponie Neusurenland ist beschlossene Sache

Von Rainer Glitz
Wandsbek. „Es war ein langer Weg, aber nun haben wir eine kluge Lösung für eine bundes-ligataugliche BMX-Bahn in Farmsen“, freute sich Bezirksamtsleiter Thomas Ritzenhoff bei der Unterzeichnung des Sportrahmenvertrages mit der Radsport-Gemeinschaft Hamburg. Die Buckelpiste mit Sprunghügeln wird auf der ehemaligen Tennisanlage des Post SV am Neusurenland gebaut, die Arbeiten sollen im September beginnen. Die BMX-Bahn bekommt einen separaten Zugang. „Wir wollen mit den Schulen zusammenarbeiten, die Bahn soll ein Angebot für die ganze Stadt sein“, sagte Wolfgang Strohband, Vorsitzender der Radsport-Gemeinschaft. Für den Schulsport stellen die Sponsoren BMX-Räder zur Verfügung, damit der Geschicklichkeitssport ausprobiert werden kann.
Bereits Anfang 2011 hat der Verband die ersten Sponsoren für das Projekt geworben, dann folgten zahlreiche zeitraubende Probleme. Die Fläche befindet sich auf einer ehemaligen Mülldeponie, dem alten Vereinsheim drohte deshalb der Abriss. Es folgten lange Gespräche mit den Sportvereinen aus Farmsen-Berne, schließlich die Insolvenz des Post SV.

Pilotprojekt

„Wir hoffen, dass das Vereinsheim bald wieder geöffnet wird“, so Strohband. Es werde ein
neuer Betreiber gesucht. „Wir wollen die übrige Fläche am Neusurenland weiter nutzen, das Gelände muss aber hergerichtet werden“, sagte Karl-Heinz Haarke, Vorsitzender des Farmsener TV. Dabei will sein Verein mit dem SC Condor und dem TuS Berne zusammenarbeiten. „Das ist ein Pilotprojekt auch für andere Stadtteile, Sportvereine müssen künftig kooperieren, um professioneller arbeiten zu können“, lobte Bezirkschef
Ritzenhoff. Man stehe allerdings erst am Anfang, viele Gespräche müssten noch geführt werden.
Die Deponie-Fläche Neusurenland will der Bezirk Wandsbek aber auf jeden Fall für den Sport erhalten. Solange keine Erdarbeiten durchgeführt werden, sieht
der Bezirk keine Gefahren
durch den unter der Sportanlage lagernden Giftmüll. Das Fundament der BMX-Bahn versiegele die Fläche zusätzlich, der Keller des Vereinsheimes soll verfüllt werden.
Die Wandsbeker Grünen haben der Entwicklung der Sportfläche in Farmsen nur unter der Bedingung zugestimmt, dass weder durch den Umbau noch die spätere Nutzung Menschen gefährdet werden.
„Sollte sich herausstellen, dass das nicht sichergestellt werden kann, werden wir eine Sanierung der Fläche zur Diskussion stellen“, sagte Oliver Schweim, grünes Mitglied im Planungsausschuss. Die Kosten lägen laut
Senat bei 39 Millionen Euro.
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