Barsbüttel fährt mit Strom

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Bürgermeister Thomas Schreitmüller (li.) und Matthias Flick, Projektmanager im Rathaus, stellten das neue Elektroauto der Öffentlichkeit vor Foto: zz

Elektromobil verstärkt den Fuhrpark der Verwaltung

Von Jürgen Hartmann
Barsbüttel. Strom statt Benzin oder Diesel zu tanken hat im Kreis Stormarn derzeit noch Seltenheitswert. Gerade mal 30 Elektromobile sind hier zugelassen. Eines davon gehört jetzt zum Fuhrpark der Gemeindeverwaltung. „Das Elektromobil ist für eine Gemeinde unserer Größe als Dienstwagen ideal“, sagte Bürgermeister Thomas Schreitmüller, als er das Auto vorstellte.

150 Kilometer Reichweite

Etwa 120 bis 150 Kilometer weit fährt der Kleinwagen, wenn der Tank voll, sprich der Akku nach maximal acht Stunden komplett geladen ist. Der 88 PS starke Renault ZOE fährt maximal 135 km/h. Das reicht, um die Kurzstrecken innerhalb Barsbüttels und zu den Nachbargemeinden zu schaffen. Auf hundert Kilometern verbraucht der ZOE Strom im Wert von drei Euro. Die Ladesäule, mit der das parkende Fahrzeug möglichst permanent verbunden sein sollte, ist am Rathauseingang angebracht.
Mithilfe eines Förderprogramms durch die Metropolregion Hamburg hat die Gemeindeverwaltung das Fahrzeug zu besonders günstigen Konditionen erhalten. „Die Leasingrate beträgt 264 statt der marktüblichen 644 Euro“, sagt Matthias Flick, Projektmanager im Rathaus. Für 30 Monate steht das Elektromobil der Gemeinde nun zur Verfügung und muss dann auf jeden Fall zurückgegeben werden.
„In Kürze muss ein weiterer Kleinwagen aus unserem Bestand genommen werden. Und wenn sich der Renault bewährt, überlegen wir, auch noch ein zweites Elektrofahrzeug anzuschaffen“, so der Bürgermeister.
Genutzt werden kann der Wagen von allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Gemeindeverwaltung. Nur für längere Strecken, etwa nach Kiel, ist er wegen der begrenzten Reichweite nicht geeignet.

Fast lautlos

Gewöhnungsbedürftig sind insbesondere zwei Dinge – der fast lautlose Motor und das Cockpit. „Es besteht die Gefahr, dass das Auto von anderen Verkehrsteilnehmern wie Radfahrern oder Fußgängern, gar nicht wahrgenommen wird. Das müsse der Fahrer berücksichtigen und entsprechend umsichtig fahren, so Thomas Schreitmüller nach einer Probefahrt. Auch das Cockpit des Automatikwagens sieht etwas anders und futuristischer als das eines „normalen“ Kleinwagens aus. (zz)
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