Barsbüttel: Schüler bekommen mehr Platz

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Die Erich Kästner Gesamtschule aus der Luft. Im nordöstlichen Bereich soll durch Erweiterungsbauten Platz für zusätzliche Klassen geschaffen werden Foto: Gemeinde Barsbüttel
 
Ganz schön eng ist es im Raum der Klasse 13 b – denken nicht nur die Abiturienten Annika Beck, 18, aus Willinghusen, und Jelger Finner, 18, aus Barsbüttel Foto: Christa Möller

Im Frühjahr 2017 Baustart an der Erich Kästner Gemeinschaftsschule. Kosten: 2,5 Millionen Euro

Von Christa Möller
Barsbüttel
Früher hatten Barsbüttels Gymnasiasten einen weiten Schulweg: Vor Ort gab es nur Grund- und Hauptschule. Wer Realschule, Gymnasium oder Gesamtschule besuchen wollte, musste nach Glinde, Reinbek oder Hamburg fahren. „Die Barsbüttler sind traditionell Fahrschüler gewesen“, weiß Thorsten Schöß-Marquardt, seit 2015 Leiter der Erich Kästner Gemeinschaftsschule (EKG).

Positive Entwicklung

Den Schulstart der 1994 gegründeten Gesamtschule (heute Gemeinschaftsschule) erlebten die ersten 68 Schüler in drei Klassen 1995 noch in den Räumen der Hauptschule, doch 1998 war das neue Schulgebäude am Rande der Feldmark am Soltausredder bezugsfertig. Damals kam Thorsten Schöß-Marquardt als Lehrer an die EKG. Im Juni 2000 wurde die 11. Klasse genehmigt, ein halbes Jahr später die komplette Oberstufe, und 2004 legten erstmals Schüler das Abitur an der EKG ab. Es folgten mehrere Erweiterungsbauten, zuletzt 2010 für Mensa, Küche und Ganztag. Zum Schuljahr 2011/12 gingen 38 Prozent der Grundschüler aus Barsbüttel und Willinghusen in die EKG, zum Schuljahr 2016/17 sind es 74 Prozent. Den Schulleiter freut die positive Entwicklung: „Der Standort festigt sich immer mehr.“

Alle Schulabschlüsse

Inzwischen besuchen 810 Schüler die technisch gut ausgestattete EKG, die in allen Räumen über digitale Tafeln verfügt. „Hier kann man alle Abschlüsse machen, wir haben längere, offene Wege für die Kinder“, hebt Schöß-Marquardt den Vorzug seiner Schule hervor, an der 57 Lehrer sowie zwei Sozialpädagogen beschäftigt sind, die auch den Ganztag mit begleiten, „kreisweit eines der erfolgreichsten Modelle.“ Es gibt diverse Kooperationen mit örtlichen Vereinen, rund 20 Kursusleiter bieten mehr als 40 Kurse an, darunter auch ältere Schüler in Bereichen wie Hausaufgabenhilfe, Schlagzeug oder Computer. Etwa 200 Schüler, überwiegend aus den 5. bis 7. Klassen, nutzen den offenen Ganztag.

60 Prozent machen Abitur

Etwa 40 Prozent der EKG-Schüler verlassen die Schule nach der 10. Klasse, die Oberstufe bis zur 13. Klasse besuchen rund 60 Prozent. Inzwischen kann die Schule drei Profile (Gesellschaft, Naturwissenschaft, Sport) anbieten. Der Schulleiter, er unterrichtet Weltkunde und Sport, betont, dass seine Schule allen offen steht: „Denjenigen, die sehr leicht lernen, ebenso wie denen, die erhöhten Bedarf an Unterstützung haben.“ Längst herrscht wieder Raumnot, deshalb muss jetzt erneut gebaut werden. Die gestalterischen Details sind noch in Planung, aber fest steht: Im Frühjahr soll Start für zwei Erweiterungsbauten des Hamburger Architektenbüros Wischhusen sein. Im nordöstlichen Bereich wird ein neues Oberstufengebäude gebaut und für die Mittelstufe wird es zusätzliche Räume geben.

2018/2019 bezugsfertig

Mit dem Grünen Klassenzimmer verfügt die Schule seit eineinhalb Jahren über einen Lernort außerhalb des Gebäudes. Für die Kosten von rund 20.000 Euro bekam die Schule Unterstützung teilweise durch EU-Fördermittel sowie von Firmen und Stiftungen, ebenso wie für das 70.000 Euro teure, Kästner-Kessel genannte Soccerfeld. Auch die Gemeinde lässt sich ihren Nachwuchs etwas kosten: Sie finanziert den 2,5 Millionen Euro teuren Anbau zum Denken und Lernen, der zum Schuljahr 2018/2019 bezugsfertig sein soll.
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