Bau auf der Dreiecksfläche in Eilbek

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Umstrittenes Projekt an der Hasselbrookstraße gestartet. Auch 20 Sozialwohnungen und eine Kita sollen entstehen

Von Martin Jenssen
Eilbek
Die Baugrube ist da. Auf der ehemaligen Grünfläche zwischen Hasselbrookstraße, Papenstraße und Peterskampweg werden jetzt die lange umstrittenen Wohnungen gebaut. Aber die Anwohner und die Mitglieder der Bürgerbewegung „Eilbek wehrt sich!“ sind irritiert. Auf den Zäunen rund um die Baustelle wird nur der Bau von 39 Eigentumswohnungen angepriesen. Nichts zu lesen von den 30 Prozent Sozialwohnungen, die dort entstehen sollen. Auch von dem Hort für 60 Kinder wird nichts geschrieben. Dennoch werden die Sozialwohnungen und der Kindergarten gebaut. Es entstehen 20 Sozialwohnungen, die über den Wohnberechtigungsschein (Paragraph-5-Schein) zu erhalten sind. Auch das Versprechen, den Kindergarten zu bauen, wird gehalten.

Proteste ohne Erfolg

Der Planungsausschuss der Bezirksversammlung Wandsbek hatte am 17. September 2013 der Einleitung des Bebauungsplanverfahrens einvernehmlich zugestimmt. Viele Anwohner im Bereich der Papenstraße hatten sich damals aber vehement gegen die Bebauung und die Vernichtung der Grünfläche gewehrt. Doch die Proteste blieben wirkungslos, da der Senat der Stadt Hamburg die Planungsherrschaft übernahm. Makaber findet die Bürgerbewegung die Werbung des Immobilienmaklers an dem Zaun um das Baugrundstück. Adina Cho, eine Sprecherin von „Eilbek wehrt sich!“: „Die werben für Wohnungen, die auf großzügigen Freiflächen mit altem Baumbestand entstehen. Dabei wurden etwa 13 Bäume, die auf dem Grundstück standen, für das Wohnprojekt gefällt. Und ob die anderen Bäume, die am Rande des Grundstücks stehen, die Bebauung überleben, ist nicht sicher.“

Vermarktung ab Ende 2017

Angeboten werden die 39 Eigentumswohngen zu Preisen zwischen 402.000 Euro bis zu 629.000 Euro. Für zusätzliche 27.500 Euro können die Käufer einen Tiefgaragenstellplatz erwerben. Die 20 öffentlich geförderten Wohnungen werden von der Hansa Baugenossenschaft errichtet. Ein Sprecher der Genossenschaft: „Die Vermarktung dieser Wohnungen startet Ende 2017/Anfang 2018. Das Interesse bei Mitgliedern der Baugenossenschaft für diese Wohnungen in Eilbek ist außerordentlich groß.“ Bedeutet: Für Interessenten, die nicht Mitglied der Baugenossenschaft sind, ist es fast unmöglich, eine dieser Wohnungen zu bekommen.

Weitere Infos: Bürgerbewegung „Eilbek wehrt sich!“
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