Baufläche statt Moorpark?

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Auf der Jenfelder Au wäre noch viel Platz für Flüchtlinge, meinen Linke und FDP Foto: rg

Linke und FDP: Flüchtlinge auf die Au

Jenfeld Während sich im benachbarten Moorpark 700 Flüchtlinge in Zelten drängen, liegen weite Teile des Geländes der ehemaligen Lettow-Vorbeck-Kaserne brach. Gleichzeitig sucht der Bezirk Wandsbek händeringend nach weiteren Flächen für die Unterbringung von Flüchtlingen. „Hier wäre Gelegenheit, in einem überschaubaren Bereich Wohncontainer für zwei oder drei Jahre zu errichten“, schlägt Rainer Behrens, planungspolitischer Sprecher der Bezirksfraktion der Linken vor. Seit 2012 versuche der Senat, Investoren für eine hochwertige Wohnbebauung zu finden. Verkauft worden sei bis heute aber gerade einmal eine Fläche von 6.000 Quadratmetern, so Behrens. „Vielleicht ist die Zeit gekommen, den Flüchtlingen auf der Jenfelder Au ein Chance und zumindest vorübergehend eine Heimstatt zu geben“, so der Linken-Politiker. Die gleiche Idee hatte auch die FDP. Die Bürgerschaftsabgeordneten Jennyfer Dutschke und Wieland Schinnenburg kamen der Linken mit einer kleinen Anfrage zuvor.
In der Antwort verweist der Senat auf die laufende Vermarktung und Erschließung der Jenfelder Au. Außerdem werde der überwiegende Teil der Baufelder an den Hamburg Watercycle angeschlossen, so dass eine konventionelle Wasserver- und Abwasserentsorgung nicht hergestellt werde. Und dann der entscheidende Satz: „Die Wohnbauflächen sind daher für den angefragten Zweck ungeeignet“. Eine Herausnahme der Jenfelder Au aus dem Wohnungsbauprogramm der Stadt sei mit den Zielen des Senates nicht vereinbar, die vor dem Hintergrund der verstärkten Zuwanderung noch an Bedeutung gewonnen haben. „Wir wollen nicht und wir sagen nichts“, so fasst Rainer Behrens von der Linken die Senatsantwort zusammen. Er schlägt vor, wenigstens den Anteil der öffentlich geförderten Wohnungen auf der Jenfelder Au zu erhöhen. (rg)
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Rainer Stelling aus St. Georg | 13.08.2015 | 16:07  
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