Baustart an der Ecke

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Das Gebäude mit der markanten abgerundeten Fassade wird der neue „Eingang“ an der Wandsbeker Marktstraße. Auf drei Ebenen entstehen Einzelhandelsflächen, darüber Parkebenen
 
Seit über einem Jahr steht das ehemalige C&A Gebäude leer. Doch nun sollen endlich Abriss und Neubau kommen Foto: je

Ab Juli weicht das alte C & A dem Fachmarktzentrum

Von Martin Jenssen
Wandsbek. Gute Nachricht für alle Kunden und Kaufleute in Wandsbek. Bald weht ein frischer Wind durch die Einkaufsmeile. Mit dem Abbruch der gespenstisch anmuteten alten C&A Einkaufshalle an der Ecke Wandsbeker Marktstraße/ Brauhausstraße soll in diesem Sommer – ein Jahr später als eigentlich geplant – begonnen werden. „Wir sind sicher, im Juli geht es los!“ versichern die Planer des neuen Wandsbeker Aushängeschildes. Im Herbst könnte dann der Grundstein für das „W1“ gelegt werden, ein Fachmarktzentrum mit einer Einzelhandelsfläche von 12 300 Quadratmetern. Möglicherweise können die Wandsbeker bereits zur Osterzeit 2015 dort einkaufen. „Die Planung war kompliziert. Deshalb gab es Schwierigkeiten mit der Baugenehmigung. Das hat leider zu Verzögerungen geführt“, so Kerstin Lüdemann, Sprecherin des Architektenbüros Schild, das mit der Ausführung des Baus beauftragt ist. Lüdemann: „Jetzt sind alle Unstimmigkeiten beseitigt. Wir rechnen damit, dass wir kurzfristig die Baugenehmigung bekommen.“ Die Architektin versichert: „An dem Wandsbeker Bauamt hat die Verzögerung nicht gelegen.“
30 Millionen Euro
An den Plänen des Neubaus hat sich nichts geändert. „Alles was geplant war, hat noch Bestand“, sagt Kerstin Lüdemann. Sobald das frühere C&A-Flachdachgebäude – der Bau stammt aus den 70er-Jahren – abgerissen ist, wird mit dem Neubau begonnen. Das schwungvolle Gebäude mit Einkaufsflächen auf drei Ebenen soll Wandsbek ein „freundliches Gesicht“ geben. Nach alter Hamburger Tradition wird der Neubau eine Backsteinfassade bekommen. Der Haupteingang liegt an der Wandsbeker Marktstraße. Auf dem Dach soll eine Park-ebene mit rund 400 Stellplätzen entstehen. „Die Bauzeit wird etwa 16 Monate betragen“, rechnet die Architektin.
Einziehen sollen dort ein großer Markt für Unterhaltungselektronik, ein SB-Markt, ein Spielzeuggeschäft, Cafés sowie weitere Einzelhandelsgeschäfte. Die Zufahrt zu der Parkebene soll über den Brauhausstieg erfolgen. Gut 30 Millionen Euro wird das Projekt kosten.
Wandsbek. Damit ist nach vielen zähen Verhandlungen endlich der Durchbruch für den Neubau des „W1“ gelungen. Diese Nachricht nimmt Holger Gnekow, der erste Vorsitzende der Interessengemeinschaft „City Wandsbek“, mit großer Erleichterung auf. „Jeder Monat, den das neue Einkaufszentrum früher kommt, ist ein Gewinn für Wandsbek“, erklärt er. „Das Projekt liegt in einer für Wandsbek extrem wichtigen Lage.“
Wandsbeker Tor
Die Investoren für das „W1“, die nicht aus Hamburg kommen, haben lange und intensiv daran gearbeitet, das neue Einkaufszentrum zu verwirklichen. „Sie werden es nicht bereuen“, meint Gnekow. „Verkehrstechnisch gibt es kaum eine bessere Lage in Hamburg. Die neuen Geschäfte haben eine direkte S- und U-Bahn-Anbindung. Zu den Autobahnen und zum Flugplatz ist es nicht weit.“
Auch beim geplanten „Wandsbeker Tor“ gibt es Bewegung. Zwischen den Besitzern der Grundstücke und den Investoren wird intensiv verhandelt. Allerdings wird es mit der Umsetzung noch etwas länger dauern als mit dem neuen Fachmarktzentrum. Ziel ist es, unweit der S- und U-Bahn-Station an der Wandsbeker Chaussee zwei Bürohäuser, mit jeweils 14 Stockwerken zu errichten. Die beiden Hochhäuser am südlichen Rand der Wandsbeker Einkaufsmeile sollen wie ein riesiges Tor wirken. (je)
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