Baustart für BMX-Bahn

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Rob Guistina, Wolfgang Stohband, Senator Michael Neumann, Christian Faber und Eric Bress beim Baustart (v.l.n.r.) Foto: Rainer Glitz

Zwei Amerikaner modellieren das Gelände

Von Rainer Glitz
Hamburg. Noch sieht die ehemalige Tennisanlage des insolventen Post SV am Neusurenland aus wie eine Mondlandschaft. Riesige Schotter- und Erdberge wurden hier aufgetürmt, dazwischen fahren unablässig ein Radlader und ein Minibagger auf und ab. Am Steuer zwei absolute Spezialisten im Bau von BMX-Strecken. Rob und Eric, zwei US-Amerikaner, die alle nur beim Vornamen nennen. „Es gibt weltweit nur drei Firmen, die solche Bahnen bauen“, erklärt Susanne Voß, BMX-Fachwartin bei der Radsport-Gemeinschaft Hamburg. Die beiden US-Boys haben gerade eine Strecke in der peruanischen Hauptstadt Lima fertiggestellt. „Heute früh sind sie aus dem Flugzeug geklettert und haben gleich angefangen“, ergänzt Voß. Zwei Steilkurven haben Rob und Eric bereits mit dem schweren Gerät modelliert, und das nach gerade einmal fünf Stunden.

US-Spezialisten und Bagger aus Dänemark

 „Viele haben geglaubt, das wird nie etwas, aber Ausdauer ist bei uns Radsportlern besonders wichtig“, betont dann Wolfgang Strohband, Vorsitzender der Radsport-Gemeinschaft. Vor drei Jahren wurde die Anlage in Farmsen vom Sportamt genehmigt, nun geht es tatsächlich los. „Wir haben bereits 5.000 Tonnen Erde hierher gebracht, dazu kommen noch einmal 3.000 Tonnen“, sagt Christian Faber, Vize-Präsident der Radsport-Gemeinschaft und Architekt. Die Arbeiten auf dem 10.000 Quadratmeter großen Gelände sollen bis Jahresende fertig sein. Über Winter sollen sich die Steilkurven aus Schotter und Erde verfestigen. Dann werden sie geplastert, damit sie auch bei Nässe befahrbar sind. Die BMX-Strecke wird knapp 400 Meter lang sein, ein Wechsel von Kurven und Buckelpiste. Gestartet wird auf einem Hügel, der bereits erkennbar ist. „Wir haben ein Budget von 150.000 Euro, das meiste Geld kostet die Erde“, sagt Faber. Dazu kommen die US-Spezialisten und die Miete für Radlader und Bagger, die aus Dänemark geholt wurden, um Geld zu sparen. Die Anlage in Farmsen wird internationalen Standards genügen und soll im Frühjahr 2014 in Betrieb genommen werden.
„Hier wurde schon viel bewegt“, lobt denn auch Hamburgs Sportsenator Michael Neumann die geglückte Zusammenarbeit von Radsportlern, anderen Sportvereinen, Schulen und Institutionen in Farmsen. „Das ist so, wie wir es uns wünschen. Ohne ehrenamtliche Arbeit ist so etwas nicht zu schaffen“, so Neumann, dessen Tochter selbst auf das angrenzende Gymnasium Farmsen geht. Die Umweltbehörde wird die BMX-Bahn auf der ehemaligen Mülldeponie Neusurenland übrigens weiter überwachen.
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