Benefizkonzert der Flüchtlingshilfe voller Erfolg

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Jan Holler beim „Konzert für Toleranz“ in Wandsbek Foto: nik
 
Informierten über ihr Engagement in den Flüchtlings unterkünften in ganz Hamburg: das Teemobil-Team um Sami Khokhar (rechts) Foto: nik

Hamburger Initiative „Welcome to Wandsbek“ plant 2017 Wiederholung

Von Nicole Kuchenbecker
Wandsbek
Während Poetry Slamer Hannes Maß auf der Bühne über das „ganz Normal- Sein“ lamentiert, freut sich Bärbel Adolphs über eine gelungene Veranstaltung. Mit dem Konzert für Toleranz konnte die Organisatorin von der Flüchtlingshilfe „Welcome to Wandsbek“ am Wochenende ein deutliches Zeichen setzen. Es gehe um Toleranz, um Erinnerungen, der Wertschätzung dem menschlichen Gegenüber. Egal welcher Herkunft es entstammt. Um ein klares Zeichen zu setzen, aber auch zu informieren und zu integrieren, lud „Welcome to Wandsbek“ zu einer Marathon-Konzert-Veranstaltung ein: Von 13.30 Uhr bis 22 Uhr stand am Sonnabend musikalische Nonstop-Unterhaltung und Informationen rund die Bühne auf dem Wandsbeker Marktplatz auf dem Plan.

Heimspiel


Das Thermometer kletterte wieder in Richtung 30 Grad-Marke; auf dem offenen Marktplatz lachte die Sonne. Dennoch ließen sich die zahlreichen Besucher nicht abschrecken und informierten sich zu Themen wie Flüchtlingshilfe, Integration oder auch dem Teemobil, einer sozialen Einrichtung, die ehrenamtlich Tee, Kaffee, Obst oder Süßigkeiten in den Flüchtlingsunterkünften hamburgweit verteilt.
Sami Khokhar, Gründer der Teemobil-Initiative, freute sich über die positive Resonanz der Besucher der Veranstaltung. Hier hatten er und das Teemobil-Team die Möglichkeit, sich der Öffentlichkeit zu zeigen, die Arbeit vorzustellen und um ehrenamtliche Helfer zu werben. Denn die werden noch an allen 20 Standorten des Teemobils dringend benötigt. Auch Spenden können die Helfer immer gebrauchen, besonders Sachspenden wie Backwaren, Zucker oder Obst. „Für mich ist das wie ein Heimspiel“, sagt der Gründer, der in Wandsbek lebt und auf der Veranstaltung viele Menschen wiedersieht, die er von seiner Tätigkeit in den Aufnahmeeinrichtungen her kennt. Mittlerweile haben die Poetry Slamer ihren Auftritt beendet. Eigentlich wollten nur Lennart Haman (24) und Hinnerk Köhn (22) auf der Bühne stehen, doch spontan entschied sich auch ihr Freund Hannes Maß (21) dazu, sich für die „Toleranz“ zu engagieren und trat auf. Während für den nächsten Act, der Steilshooper Gruppe OneStep-AHead und Jan Holler, die Bühne von Nick Hainerl und seinen Helfern vorbereitet wird, denkt Bärbel Adolphs schon an ein nächstes „Konzert für Toleranz“-Event im kommenden Jahr. „Alle sagen hier, ich soll das wiedermachen“, sagt sie und überlegt kurz, „ ich denke ja, ich werde das machen. Ich gehe davon aus, dass uns alle dann auch wieder unterstützen werden“. Auch Oliver Kowalek, der Bürgernahe Beamte vom Polizeikommissariat 37, ist zufrieden. Es sei eine friedliche Veranstaltung, die trotz Ferienzeit und heißer Temperaturen viele Interessierte anlocke, fasst er zusammen. Von der Bühne her dröhnt es eindringlich herunter: „Erinnern um zu erinnern. Wir erinnern euch an die Zukunft eurer Kinder“, rappen OneStep-AHead und fesseln ihre Zuhörer, die sich mittlerweile zahlreich um die Bühne herum versammelt haben.

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