Berufsorientierung: Talent Company hilft Schülern

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Schulleiterin Renate Wiegandt (3.v.l.) eröffnet die Strahlemann Talent Company zur Berufsorientierung Foto: Menzel

Otto-Hahn-Schule in Jenfeld geht neue Wege bei der Berufsfindung

Von Siegmund Menzel
Jenfeld
Entscheidungen für die berufliche Zukunft zu fällen, ist für viele Jugendliche am Ende ihrer schulischen Laufbahn ein Problem. Dabei mangelt es nicht an Angeboten, im Gegenteil, so melden Unternehmen häufig unbesetzte Ausbildungsplätze. Hier setzt die Strahlemann Stiftung mit der Talent Company an. In der Otto-Hahn-Schule richtete die Stiftung jetzt einen modern ausgestatteten Raum für die Berufsorientierung ein. Zur Eröffnung spielte die Schulband und Mächden der Schulfirma „Backen/Kochen“ zauberten ein leckeres Büffet.
Alexander Ilinich und Tim Zander aus zehnten Klassen der Otto-Hahn-Schule in Jenfeld haben schon genaue Vorstellungen, wenn es um ihre Zukunft geht. Alex möchte Bürokaufmann bei der Hochbahn oder Erzieher im Kindergarten werden. Tim dagegen hat sich für den Beruf des Elektronikers entschieden. Für viele andere der 1.340 Otto-Hahn-Schüler aber kommt die Talent Company zur rechten Zeit. Die erste Einrichtung dieser Art in Hamburg will eine Brücke bauen zwischen Wirtschaft und Schule. Angebote sollen helfen, dass Schüler ihr Talent entdecken und Hilfestellung bei der Berufswahl geben. „Ich freue mich sehr, dass wir die Talent Company an unserer Schule eröffnen können. Das ist für unsere Schülerinnen und Schüler, egal ob sie den ersten oder den mittleren Abschluss oder das Abitur anstreben, eine neue hervorragende Möglichkeit, mit Unternehmen in den direkten Kontakt zu treten“, sagt Schulleiterin Renate Wiegandt. In der Talent Company begegnen sich Schüler, Ausbilder und Unternehmer, besprechen Kriterien für die Berufswahl, schreiben Lebensläufe und Bewerbungen. Ziel der Einrichtung sei eine Vernetzung zwischen Schule und Betrieb zum Nutzen der Schüler, erklärte Andreas Link, Geschäftsführer der bereits im Jahr 2008 in Heppenheim (Hessen) gegründeten Strahlemann-Stiftung. Der für rund 50.000 Euro ausgestattete Fachraum bietet auf 60 Quadratmetern neues Mobiliar, eine Jobwall, eine neue IT-Infrastruktur mit Computer, Drucker und Beamer, einen Seminarbereich sowie eine Loungeecke. Nach Angaben von Andreas Link gibt es nunmehr 16 derartige Einrichtungen in Deutschland. Hamburg könnte insgesamt drei bis sechs Stellen für die Berufsorientierung vertragen. Die Wirtschaft der Region müsste die Vorhaben allerdings unterstützen, erklärte der Geschäftsführer. Für die Otto-Hahn-Schule habe Lidl einen Partnerschaftsvertrag abgeschlossen. Frank Worczinski, Leiter der Berufs- und Studienorientierung in der Schulbehörde, hob die Vernetzung mit der Wirtschaft hervor. So könnte der Übergang von der Schule zur Berufsausbildung reibungslos erfolgen.

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