Bescherung für Jenfelder Schüler

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Übergabe von 100 Brettspielen an den Hort der Grundschule Öjendorfer Damm Foto: rg

Grundschule Öjendorfer Damm gewinnt bei „Spiele für den Nachmittag“

Von Rainer Glitz
Jenfeld
Es ist ein ganz normaler Donnerstagnachmittag. Und trotzdem erinnert das Ganze an das Warten auf die Bescherung. Zwei Dutzend Grundschüler sind gekommen und werden überrascht: Jeder bekommt ein fabrikneues Brettspiel von Ravensburger in die Hand gedrückt. Drei große Plastikboxen mit insgesamt 100 Spielen hat „Weihnachtsmann“ Karl-Heinz Dluzak in die Grundschule Öjendorfer Damm gebracht. Er betreibt ein Spiel- und Schreibwarengeschäft im Jenfelder Einkaufszentrum und saß bei der Bildungsinitiative „Spielen am Nachmittag“ in der Jury. 8.000 Betreuungseinrichtungen für Grundschüler waren deutschlandweit angeschrieben worden, um sich um eines der Spielepakete zu bewerben, die dann über die Fachhandelsorganisation VEDES verteilt wurden. Die Grundschule aus Jenfeld machte mit – und gewann.

Noch mehr Vielfalt

„Es sollte auf jeden Fall Jenfeld sein, und die Schule ist genau richtig“, sagt Spielzeugfachhändler Dluzak. Hier kümmere man sich sehr um die Nachmittagsbetreuung. Alle Spiele seien von Top-Qualität, von Klassikern bis zu neuen Brettspielen. „Hervorragend, das sind tatsächlich Renner. Es erweitert unser Angebot für die Hort-Kinder“, freut sich Andreas Fühner vom Träger „Kinderwarft Hamburg“. Und die Kinder freuen sich sowieso. „Einen Teil der Spiele haben wir als Geschenk verpackt, die werden wir dann nach und nach auspacken“, sagt Fühner. Natürlich blieben die Geschenke im Hort. Für viele Jenfelder Grundschüler seien Brettspiele etwas Neues, denn zu Hause kennen sie diese nicht. „Im Hort wird viel draußen gespielt, vor allem Fußball. Drinnen sind dagegen Kartenspiele wie Uno sehr beliebt“, erklärt Fühner. Das dürfte sich nun vermutlich ändern.

Hoher Migrationshintergrund

Insgesamt 160 der rund 220 Grundschüler besuchen den Hort, der keine festen Gruppen kennt. Jeder sucht sich aus, wo er spielen möchte. Zweimal die Woche geht es zum Bauspielplatz direkt neben dem großzügigen Schulgelände zwischen Gleiwitzer Bogen und Öjendorfer Damm. Allein zehn feste Erzieher arbeiten in der Nachmittagsbetreuung. Die Kernzeit ist von 12 bis 16 Uhr, um 18 Uhr endet die „Spätschicht“. Der Hort bemüht sich um ein attraktives Programm, dazu zählen Trickfilme und ein Chor. Der Anteil der Kinder mit Migrationshintergrund ist hoch. „Trotzdem gibt es hier keine Ressentiments“, weiß Andreas Fühner. „Auch wenn es immer einmal kleine Konflikte gibt, ist es hier doch sehr entspannt.“
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