„Besonderer Spirit für Hamburg“

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Laura Ludwig wurde auch 2014 wieder zur „Beachvolleyballerin des Jahres“ gewählt Foto: Witters

Warum Beachvolleyball-Star Laura Ludwig für Olympia an der Elbe ist

Von Frank Heike
Dulsberg
Wenn Laura Ludwig sagt, ihr Hamburger Lieblingsort sei das BeachCenter am Alten Teichweg, dann ist das so wahr wie falsch. Denn an manchen Tagen hat die 29 Jahre alte Beachvolleyballspielerin den Sand auf der großzügigen Anlage in Dulsberg schon verflucht. Sie sei gern mal zickig und leicht aufbrausend, sagt Ludwig mit einem Schmunzeln über sich selbst. Auch deswegen kann das tägliche Training am Olympiastützpunkt ganz schön anstrengend sein – wenn es nicht läuft.
Seit langem holt sich die beste deutsche Strandartistin ihre Form für die lange Saison auf Hamburger Sand. 2014 wurde die gebürtige Berlinerin wieder zur „Beachvolleyballerin des Jahres“ gewählt. Sie startet seit 2013 für den Hamburger SV. Als sie die Mitgliedschaft bei der Berliner Hertha noch innehatte, begannen die Sympathien für die Hansestadt: „Den EM-Titel 2008 auf dem Rathausmarkt und die Stimmung der Fans werde ich nie vergessen“, sagt die lange Blondine. Damals schlug sie zusammen mit Sara Goller zum kontinentalen Titel auf. Mit Goller belegte sie dann auch den fünften Platz bei den Olympischen Spielen in London 2012. Darf es noch etwas mehr sein? Aber sicher, wenn es nach Laura Ludwig geht. Inzwischen spielt sie mit Kira Walkenhorst zusammen. 2016 in Rio soll der Sprung aufs Treppchen glücken. Parallel dazu setzt sich Laura Ludwig für die Hamburger Bewerbung um Olympische Spiele und Paralympics 2024 ein. Sie sagt: „Vor den Olympischen Spielen 2012 waren die Londoner skeptisch. Dann wurden die Spiele zu einer großen Party. Solch ein ganz besonderer Spirit kann auch in Hamburg entstehen. Die Stadt bietet einfach beste Vorrausetzungen: Es sollen Spiele am Wasser vor der Hafenkulisse werden. Das ist etwas ganz Besonderes.“ Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) entscheidet am 21. März, ob sich Hamburg offiziell Bewerberstadt nennen darf.
Seit 2007 lebt Laura Ludwig in Hamburg; erst ganz zentral an der Bürgerweide, inzwischen in Winterhude. Dort ist sie aber selten. Das eigentliche Zuhause ist das BeachCenter; darüber hinaus sind Beachvolleyball-Profis wahre Weltreisende. Wenn sie unterwegs ist, wirbt Ludwig für die olympische Idee Hamburgs. „Viele kennen die Stadt gar nicht“, sagt sie. Es muss also noch einiges geschehen, um Hamburg in aller Munde zu bringen. Dass es bei einer erfolgreichen Bewerbung nicht mehr der Rathausmarkt wäre, auf dem gebaggert, geschmettert und gepritscht würde, sondern eine neu zu bauende Anlage im Elbpark Entenwerder, begrüßt Laura Ludwig: „Da ist einfach mehr Platz.“ 12.000 Fans sollen auf diesem temporären Bauprojekt zuschauen können. Es würde nach den Olympischen Spielen zurückgebaut und als Freizeitanlage weitergenutzt werden.
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