Bessere Radverbindungen in Wandsbek

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Radverbindungen in Wandsbek: Verkehrsausschuss stellt neues Konzept vor Symbolfoto: thinkstock

Neues Konzept im Verkehrsausschuss vorgestellt. Neue Strecken sollen Veloroutennetz ergänzen

Von Rainer Glitz
Bezirk
Wandsbek Vor zwei Jahren hat die Bezirksversammlung beschlossen, ein Radverkehrskonzept zu entwickeln. Jetzt haben Experten des Büros Argus den Bezirkspolitikern und Bürgern ihre Vorschläge präsentiert.

Tausende kritische Hinweise erhalten


Eine wichtige Grundlage des Konzeptes sind die rund 3.500 Hinweise aus einer Online-Befragung unter Wandsbeks Radfahrern. Die hatten sich weitgehend kritisch zum Zustand des Radwegenetzes geäußert, etwa in der Lesserstraße, in der Saseler Chaussee oder am Wandsbeker Markt. Auch von Konflikten mit Fußgängern wurde online berichtet. Weitere Anforderungen an die daraus entwickelten „Korridore“ waren Sicherheit, Tempo, direkte und möglichst kurze Wege sowie geringer Flächenverbrauch. Sechs Routen mit insgesamt 55 Kilometern Strecke sind herausgekommen, von denen zunächst einmal drei verwirklicht werden sollen.
Die Route A führt von der S-Bahnstation Friedrichsberg nach Farmsen. Neben 1,50 Meter breiten Schutzstreifen soll es auf der Strecke in der Walddörferstraße eine neue Fahrradstraße geben, so der Vorschlag der Planer. Der Autoverkehr soll möglichst zum Friedrich-Ebert-Damm und zur Ahrensburger Straße abgeleitet werden. Die Route B führt vom Wandsbeker Markt nach Poppenbüttel. Dort sollen möglichst bereits vorhandene Wege genutzt werden, aber auch sogenannte Schutzstreifen entstehen, etwa in der Wendemuthstraße.

Sicherheit geht bei der Planung vor


Im Farmener Weg wäre die Strecke an die dortige Veloroute angeschlossen. Die Route C schließlich führt von Fuhlsbüttel nach Duvenstedt. Die neuen Strecken sollen die vorhandenen Velorouten ergänzen. Die Verkehrsplaner schlagen aber auch vor, diese zu begradigen und an Hauptstraßen zu verlegen. Auch die neuen Routen A, B und C sollen möglichst fahrbahnnah verlaufen. Dies diene der Sichtbarkeit der Radfahrer und damit ihrer Sicherheit, so die Experten. Neue Schilder sollen die Routen anzeigen. Das Konzept sieht außerdem vor, mehr und bessere Fahrrad-Park-Möglichkeiten zu schaffen, vor allem an U- und S-Bahnstationen. Vorrang haben der Ostpreußenplatz und der Wandsbeker Markt. An gefährlichen Kreuzungen sollen Radstreifen in Rot gehalten sein, um die Aufmerksam zu erhöhen. Dem Konzept muss nun die Bezirkspolitik zustimmen. Dann wird die Finanzierung geklärt. Etwa 2018/19 könnten die Routen A, B und C fertig sein. Drei weitere Verbindungen, unter anderem zwischen Steilshoop und Rahlstedt, würden dann folgen.
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