„Beste Antwort auf Hass“

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Im Gewerbegebiet Höltigbaum soll eine weitere Unterkunft für Flüchtlinge entstehen Foto: rg

Zusätzliche Wohncontainer im Gewerbegebiet Höltigbaum. Diskussionen über weitere Flüchtlinge im Stadtteil

Von Rainer Glitz
Rahlstedt
Im Stadtteil soll es eine weitere Unterkunft für Flüchtlinge geben. Nach Angaben des SPD-Bürgerschaftsabgeordneten Ole Thorben Buschhüter plant die Stadt Hamburg am Rande des Gewerbegebietes Höltigbaum hinter dem Betriebsgelände der Firma Globetrotter eine Einrichtung der dezentralen Erstaufnahme. Die Fläche befindet sich zwischen den beiden Sackgassen Neuer Höltigbaum und Rahlstedter Grenzweg. Erste vorbereitende Arbeiten sind laut Buschhüter bereits vor Weihnachten angelaufen. Die Wohncontainer befanden sich demnach bereits in der Anlieferung und müssen gelagert werden, bis Brandschutzfragen geklärt sind. Dann sollen die Container mit Platz für bis zu 950 Flüchtlingen endgültig aufgestellt werden. Sie waren schon vor Längerem bestellt worden und ursprünglich für den „Parkplatz Grün“ in Bahrenfeld vorgesehen. Dort wird nun aber stattdessen eine längerfristig angelegte Folgeunterbringung gebaut.

Bezirksamt will informieren

Das Bezirksamt Wandsbek plant derzeit eine Informationsveranstaltung für Anwohner, Datum und Ort stehen noch nicht fest. Die neue Unterkunft in direkter Nähe zu den im Bau befindlichen Flüchtlingswohnungen in der Sieker Landstraße hat eine heftige Diskussion ausgelöst. Auf Buschhüters Internetseite wird kritisiert, dass es in Rahlstedt im Vergleich zu anderen Stadtteilen ungewöhnlich viele Unterkünfte gebe. Nach den Übergriffen in der Silvesternacht in Köln hätten nun auch Frauen in Rahl-stedt Angst, heißt es in einem anderen Kommentar. Auch fehlende Transparenz bei der Auswahl der Standorte wird kritisiert. Es gibt aber auch Unterstützung. „Die Notlage dieser Menschen erfordert es einfach, dass wir in einem der höchst entwickelten Länder der Welt etwas zusammenrücken und uns nach Kräften um Gastfreundschaft und Integration bemühen“, so ein weiterer Kommentar. Viele Bürger seien verständlicherweise verunsichert, in Rahlstedt wie in der gesamten Republik, sagte Ole Thorben Buschhüter: „Die Vorfälle in Köln und auf dem Kiez erfordern Reaktionen, aber wir dürfen dabei nicht das Kind mit dem Bade ausschütten.“ Die allermeisten Flüchtlinge suchten Schutz und seien genauso erschüttert und empört wie die Deutschen. „Ich bin überzeugt davon, dass die Mehrheit auch in Rahlstedt weiterhin für eine humanitäre Flüchtlingspolitik ist. Sie ist die beste Antwort auf Hass und Terror“, so der SPD-Bürgerschaftsabgeordnete.
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1 Kommentar
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Daniel Cale aus Witzhave | 26.10.2016 | 16:40  
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