Bezirk bestätigt das Nichts

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Ein Blick auf den Helmut-Steidl-Platz - bis heute ohne die vorgesehenen Sitzmöbel und KinderspielgeräteFoto: mdt

Helmut-Steidl-Platz: Keine Bänke, keine Sitze. Diskussion im Ausschuss erwartet

Von Marco Dittmer
Hamburg. Im Streit um die Sanierung des Helmut-Steidl-Platzes hat das Bezirksamt zu den Vorwürfen, sich nicht an die Vereinbarungen aus der Bürgerbeteiligung gehalten zu haben, Stellung genommen.
Der Bezirk bestätigt dem Wochenblatt gegenüber den Abschluss der Baumaßnahmen auf dem Bahnhofsvorplatz. Zudem werde die an einem Runden Tisch vereinbarte Möbelierung mit Sitzbänken, Drehstühlen und einem Sitzpodest nicht weiter verfolgt. Laut Verwaltung würden sie den Raum für das Rangieren der Wochenmarkt-Händler zu sehr einschränken. Dem Rahlstedter Bürgerverein ist die Antwort deutlich zu knapp. Mitglieder und Anwohner kritisieren vor allem die Kommunikation der Verwaltung. Die Anwohner seien nicht über die geänderten Pläne informiert worden. Zudem hätte man während einer weiteren Auflage des Runden Tisches andere Plätze für die Installationen auf dem Platz finden können.

Zu teuer

Dazu das Bezirksamt: „Bei wesentlichen Änderungen werden stets die demokratisch gewählten Vertreter der Bevölkerung in der Bezirksversammlung oder in den Fachausschüssen verständigt“, sagt Ulrike Nowicki, Sprecherin des Bezirksamtes. In Rahlstedt wurde aber offenbar niemand verständigt. Selbst der Regionalausschuss beschloss noch im Mai, sich in der kommenden Sitzung am 1. Juli von einem Vertreter des Fachamts „Management des öffentlichen Raumes“, über die Fortschritte informieren zu lassen. Der wird nun am Mittwoch wohl nur den Abschluss der Bauarbeiten verkünden können.
Jürgen Wulff, zweiter Vorsitzender des Bürgervereins, will dem Vertreter ebenfalls Fragen stellen. Für ihn ist die Sanierung noch nicht abgeschlossen.
Vor zwei Wochen hatte sich herausgestellt, dass am Helmut-Steidl-Platz nicht weiter gebaut wird. Eine vertrauliche E-Mail aus dem Bezirksamt (liegt der Redaktion vor) bestätigte die Befürchtungen des Bürgervereins. In der E-Mail wurden entgegen der aktuellen Stellungnahme zu hohe Unterhaltskosten der Spielgeräte für die Änderung des Konzeptes angeführt.
Der Regionalausschuss tagt am Mittwoch (1. Juli) um 18 Uhr im Sitzungssaal Rahlstedt (Dienstgebäude), Rahlstedter Straße 157. Weitere Themen: Umbau der Scharbeutzer Straße, die Beleuchtung am so geannnten Rodelberg (Grünen-SPD-Antrag) sowie die Einrichtung eines Halteverbots in der Bargteider Straße vor dem Forum Gymnasium Rahlstedt. Auch über die Aufstellung einer sogenannten Kultursäule im Ortszentrum wird beraten.
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