Bezirk Wandsbek für Viktoriapark

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Hier soll das Gewerbegebiet Viktoriapark entstehen Archivfoto: rg

Bezirksversammlung einstimmig für Gewerbegebiet. Kritik an Rahlstedter CDU, da Pläne vom CDU-Senat von 2007 stammen

Rahlstedt/Großlohe Die neue Gewerbefläche sei einstimmig und mit ausdrücklicher Unterstützung aller Fraktionen in der Wandsbeker Bezirksversammlung beschlossen worden, heißt es in dem vierseitigen Positionspapier, das alle Rahlstedter Bezirks- und Bürgerschaftsabgeordneten der SPD gemeinsam verfasst haben (das Wochenblatt berichtete). „Dass sich die Rahlstedter CDU gegen eine Gewerbegebietsentwicklung wendet und sich zum Anwalt der Natur aufschwingt, ist nicht glaubwürdig“, heißt es im Fazit des Papiers. Die Ausweisung der Fläche südlich der Stapelfelder Straße gehe schließlich auf eine Entscheidung des CDU-Senats von 2007 zurück. Die Pläne seien allerdings verändert worden: Statt flächenzehrender und verkehrsträchtiger Logistik gehe es nunmehr um arbeitsplatzintensives Gewerbe.

Gewerbeflächenbedarf im Osten


„Im Osten der Metropolregion Hamburg gibt es einen ausgeprägten Gewerbeflächenbedarf“, erklärt die Rahlstedter SPD. Der Verweis der CDU auf brachliegende Flächen in Billbrook führe in die Irre: Dies seien Industriegebiete, die man nicht leichtfertig aufgeben dürfe. Viele Unternehmen mit den entsprechenden Arbeitsplätzen würden nur umziehen, es würden aber auch neue Jobs entstehen. Der Viktoriapark biete Hamburger Firmen Platz zur Expansion. Früher oder später würden sie ohne diese Perspektive die Stadt verlassen. Durch den Viktoriapark gingen landwirtschaftlich genutzte Flächen verloren, heißt es weiter. Auswirkungen auf Umwelt, Landschaft, Klima und Nachbarschaft sollen aber so weit wie möglich vermieden werden.

Lebensqualität bleibt erhalten


„Die gute Lebensqualität in Rahlstedt wird nicht abnehmen, wenn etwa ein Prozent der Fläche des Stadtteils zukünftig für ein landschaftsverträgliches Gewerbegebiet genutzt und gleichzeitig der umgebende Landschafts- und Naherholungsraum sogar noch verbessert wird“, heißt es dazu im SPD-Papier. Geplant seien ein weitläufiger Biotopverbund zwischen Hamburg und Schleswig-Holstein und Ausgleichsflächen. Natürlich entstehe durch den Viktoriapark mehr Verkehr, geben die Sozialdemokraten zu. Dieser solle die Wohngebiete und den Rahlstedter Ortskern aber möglichst wenig belasten. Ein Gutachten soll die Belastung prüfen, daraus sollen Maßnahmen entwickelt werden. Beim Thema Verkehr und Naturraumentwicklung ruft die SPD die Bürger ausdrücklich auf, sich an entsprechenden Workshops zu beteiligen. „Hier stehen noch Antworten aus und diese werden für die Akzeptanz wichtig sein. Unlösbar sind sie gewiss nicht“, so die SPD. (wb)


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7 Kommentare
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Elke Noack aus Rahlstedt | 23.11.2016 | 18:47  
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Jörn Napp aus Rahlstedt | 24.11.2016 | 12:55  
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Elke Noack aus Rahlstedt | 24.11.2016 | 20:40  
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Jörn Napp aus Rahlstedt | 25.11.2016 | 10:25  
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Jörn Napp aus Rahlstedt | 28.11.2016 | 19:03  
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Sabine Puttkammer aus Rahlstedt | 28.11.2016 | 20:34  
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Jörn Napp aus Rahlstedt | 29.11.2016 | 09:13  
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