Brakula soll saniert werden

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Das „B“ ist schon abgefallen... Der Brakula hat eine Sanierung dringend nötig Foto: Stammer
 
Das alte Haus von 1930 ist schlecht gedämmt Foto: Stammer

SPD-Bürgerschaftsfraktion unterstützt nötige Millionenkur für Kulturzentrum

Von Silvia Stammer
Bramfeld. Der Bramfelder Kulturladen soll für 1,3 Millionen Euro saniert werden. Andernfalls sei der Betrieb des Brakula gefährdet, heißt es bei der Hamburger SPD-Bürgerschaftsfraktion.
Die Einrichtung ist seit drei Jahrzehnten fester Bestandteil des Bramfelder Lebens. Vom Jazzkonzert bis zum Trommelkurs für Kinder, vom Frauenklamottenflohmarkt bis zum Filmprojekt: Im Brakula ist immer was los. Das fröhliche Gelb der Fassade kann jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass das 130 Jahre alte Bauernhaus, in dem das Kulturzentrum untergebracht ist, schlecht gedämmt ist und auch innen dringender Renovierungsbedarf besteht.
Betriebskosten senken
Wenn nicht bald etwas passiert, sehe die Zukunft des Brakula schlecht aus, wie es in einem Antrag der SPD-Bürgerschaftsfraktion auf Sanierungszuschuss heißt, der dem WochenBlatt vorliegt: „Aktuell ist der Betrieb des Bramfelder Kulturladens durch die enormen Energiekosten und einen erheblichen Sanierungsstau gefährdet, wenn nicht umgehend weitreichende Sanierungsmaßnahmen durchgeführt werden.“ Diese Maßnahmen könne der Brakula aber nicht aus Eigenmitteln bestreiten. Daher gibt es einen Antrag, die Bürgerschaft soll aus dem sogenannten Sanierungsfonds Hamburg 2020 bis zu 1,3 Millionen Euro bereitstellen. Dies könnte Mitte Mai mit den Stimmen der SPD-Regierungsmehrheit beschlossen werden.
Treibende Kraft für die Brakula-Pläne waren die Bürgerschaftsabgeordneten Regina Jäck, Carola Thimm, Lars Pochnicht und Jens Schwieger im Wahlkreis Bramfeld-Steilshoop-Farmsen-Berne. Die SPD-Politiker sehen in den Plänen eine gute Investition: Die Senkung der Betriebskosten durch die Sanierung wirke sich langfristig positiv aus.
Als Teil der Kulturinsel, deren Entwicklung weiter diskutiert wird, soll der Brakula mit einem neu gestalteten Vorplatz eine „sichtbare Attraktion und Magnet auch über den Stadtteil hinaus werden“, wie es in dem Antrag heißt.
Die Liste der Arbeiten an dem prominenten Gebäude ist lang: Geplant sind unter anderem neue Fenster, eine verbesserte Isolierung durch Innen- und Außendämmungen, eine neue Heizung, die Sanierung des
Toilettenbereichs und neue Fußböden.
Im Veranstaltungssaal soll die Lüftungsanlage fit gemacht werden, geplant sind auch Arbeiten an Licht, Tresen und Elektrik. Neben der energetischen Verbesserung wird der Umbau auch unter dem Stichwort Barrierefreiheit vorangetrieben, um allen – also auch beispielsweise gehbehinderten Menschen – das Angebot des Brakula zugänglich zu machen. Zuständig für den Umbau ist voraussichtlich die Stattbau Hamburg, eine Gesellschaft, die auf Stadtteilentwicklungen spezialisiert ist und unter anderem auch für die Internationale Bauausstellung Projekte realisiert hat.Brakula-Geschäftsführer Uwe Schmidt sieht gemeinsam mit seinem Team die Pläne mit großer Freude. „Wenn alles glatt geht, könnten die Arbeiten im Frühjahr 2014 starten.“
Kritik kommt vom CDU-Bürgerschaftsabgeordneten Thomas Kreuzmann: „Der Brakula ist in der Vergangenheit verschwenderisch mit Geld umgegangen statt Rücklagen zu bilden.“ Veranstaltungen seien nie kostendeckend durchgeführt worden. Sollte es nun zu der groß angelegten Sanierung kommen, müsste damit das Ziel einhergehen, künftig im laufenden Betrieb besser zu wirtschaften.

Thomas-Sönke Kluth (FDP) sagt: „Auch wenn die Sanierung erfreulich ist, so müssen wir dennoch darauf achten, dass sich das Brakula nicht zur Elbphilharmonie von Wandsbek
entwickelt. Die Sanierung eines denkmalgeschützten Gebäudes ist immer schwierig und meist mit unvorhersehbaren Kosten verbunden.“ Mögliche Mehrkosten dürften nicht zu Lasten der Stadtteilkultur im übrigen Bezirk Wandsbek gehen.
Für die Bramfelder Bürger bedeuten die Pläne, dass sie voraussichtlich Ende 2014 „ihren“ neuen Brakula besuchen können. (sta)
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1 Kommentar
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Frank Karrenberg aus Bramfeld | 03.05.2013 | 10:30  
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