Budni plant Wohnungsbau

Anzeige
Die Budni-Lagerhalle an der Wandsbeker KönigstraßeFoto: Jenssen
 
Rainer Schünemann (SPD) auf der Wandse-Brücke an der Von-Hein-Straße Foto: Jenssen

170 Einheiten auf Wandse-Grundstück. Wanderweg wird verlegt

Von Martin Jenssen
Wandsbek. Für viele Wanderer und Radfahrer ist er immer noch ein Geheimtipp: Der Wandse-Wanderweg der sich über sieben Kilometer durch den Bezirk Wandsbek schlängelt. Allerdings gibt es noch Hindernisse auf dieser Strecke.
Zwei dieser Lücken in der „grünen Lunge“ Wandsbeks sollen möglichst schnell geschlossen werden. Es handelt sich um „Ärgernisse“ an der Wandsbeker Königstraße/Ecke Von Hein Straße sowie an der Wandsbeker Allee/ Ecke Kattunbleiche. Dort sollen neue Wohngebiete entstehen, die direkten Anschluss an den Grünzug haben. Mit dem Bau der Wohnanlagen kann gleichzeitig der Wanderweg an der Wandse umgestaltet werden.
An der Wandsbeker Königstraße soll der Wanderweg künftig nicht mehr durch die Von-Hein-Straße verlaufen. Dort gibt es zur Zeit einen „Mini-Fußweg“, der quasi nur „einspurig“ zu begehen ist. Jogger, Radfahrer und Spaziergänger kommen sich dort regelmäßig in die Quere.Künftig soll der Wanderweg auf die gegenüberliegende Seite der Wandse verlegt werden - durch das Firmengelände von „Budnikowsky“. Die Firma plant Umbauten. Sie will ihre Lagerhalle nach Allermöhe verlegen, dafür soll der Verwaltungsbereich an der Wandsbeker Königstraße ausgebaut werden. Außerdem plant „Budni“ auf dem Gelände an der Wandse, das noch der Stadt gehört, den Bau von zirka 170 Wohnungen.
Vorgesehen ist der Bau von viergeschossigen Stadtvillen im Bereich der Wandse. Im hinteren Bereich sollen - um Gartenhöfe gruppiert - fünfgeschossige Wohnblöcke entstehen. Für den neuen Wanderweg wird der Uferbereich in einem Abstand von zehn Metern bis zur Uferlinie des Gewässers von der Bebauung freigehalten.
Ein Problem gibt es aber noch. Der Neubau der Budni-Lagerhalle könnte sich noch ein paar Jahre hinziehen; und damit auch die Verlegung des Wanderweges. Das aber will die SPD in Wandsbek nicht hinnehmen. Rainer Schünemann, Stadtplaner in der Wandsbeker SPD-Fraktion: „Für uns ist eine jahrelange Verschiebung des Wanderweg-Ausbaus nur schwer akzeptabel. Zur Not muss es vorübergehend eine schmalere Lösung an diese Stelle geben. Wir haben Budnikowsky deutlich gemacht, dass uns das sehr wichtig ist.“
Auch an der Wandsbeker Allee/Ecke Kattunbleiche tut sich was. Dort will die urban space Projektentwicklung GmbH 190 neue Wohnungen bauen. Dadurch kann endlich das ehemalige Verwaltungsgebäude des Bezirks abgerissen werden. Das verfallene Bürohaus, das seit über zwei Jahren leer steht, bietet absolut keinen schönen Anblick mehr.
Entstehen soll dort eine mehrgeschossige Wohnbebauung mit gewerblichen Anteilen. Ruhige Innenhöfe sollen dafür sorgen, dass die Mieter durch den lauten Verkehr auf der Wandsbeker Allee nicht gestört werden. Das neue Wohngebiet soll durch eine öffentliche Brücke mit dem Wandse-Grünzug verbunden werden Das Problem für den Wanderweg dort ist die Überquerung der Wandsbeker Allee (Ring 2). Die Wanderer geraten dort aus der Grünanlage direkt in den brodelnden Großstadtverkehr. Ein Riss in der grünen Lunge Wandsbeks.
Doch auch dafür ist in absehbarer Zeit eine Lösung möglich. Rainer Schünemann: „Es gibt in diesem Bereich einen Fußgängertunnel, der unter der Straße verläuft, von dem aber kaum jemand Gebrauch macht. Der Tunnel ist düster, weil durch die eckig gebauten Treppenaufgänge kaum Licht hineinfällt. Ein großzügiger Ausbau des Tunnels ohne Treppen zu beiden Seiten in den Grünzug hinein wäre die Lösung. Dann könnten auch Rad- und Rollstuhlfahrer bequem die vielbefahrenen Straße unterqueren, ohne mit Verkehrsgetöse in Berührung zu kommen. Das neue Wohngebiet würde dadurch ebenfalls enorm aufgewertet.“ So wird langsam aber sicher der Wandse-Wanderweg immer mehr zu einer durchgehenden Einheit.
Budnikowsky wird seine Planungen demnächst vorstellen. Das bestätigte eine Unternehmenssprecherin auf Nachfrage. (je)
Anzeige
Anzeige
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.
Anzeige
Anzeige