Buschhüter polierte Stolperstein

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Ole Thorben Buschhüter poliert den Stolperstein, der an Rudolf Lüdemann erinnert.Foto: Bätz

Zum Gedenken an Rudolf Lüdemann

Rahlstedt. „Patenschaft heißt manchmal auch putzen“, sagte der SPD-Bürgerschaftsabgeordnete Ole Thorben Buschhüter und verhalf mit Schwamm und Putzmittel, dem Stolperstein von Rudolf Lüdemann Am Pulverhof 46 zu neuem Glanz. 2010 war auf Initiative des Politikers der Stein verlegt worden - zur Erinnerung an den engagierten Wandsbeker und früheren Stormarner Kreistagesabgeordneten. „Lüdemann war ein Sozialdemokrat, der sich aufopferungsvoll für die Schwächeren in der Gesellschaft einsetzte, und das unter schwierigsten Bedingungen. Sein großes Engagement und seine Lebensleistung sollten nicht in Vergessenheit geraten“, sagt Buschhüter.
Lüdemann war zur Zeit der Weimarer Republik Gemeinderatsmitglied in Rahlstedt, Kreistagsmitglied in Stormarn und stellvertretender Vorsitzender der SPD Stormarn. Er lebte im Haus „Am Pulverhof 46“, in dem sich heute eine Kita befindet. Vor dieser Kita weist ein Schaukasten auf das Leben des früheren Besitzers Lüdemann hin. Rahlstedt gehörte bis zum Groß-Hamburg-Gesetz von 1937 zum Kreis Stormarn. Lüdemann erhielt 1933 von den Nazis Berufsverbot, er wurde vorübergehend von Mitgliedern der Rahl
stedter NDSAP in Schutzhaft genommen. Sein Haus musste er verkaufen, um seine Familie ernähren zu können. 1943 starb Lüdemann.
4100 Stolpersteine gibt es in Hamburg
In Hamburg wurden bereits über 4.100 Stolpersteine zur Erinnerung an die Opfer der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft verlegt. Der Kölner Künstler Gunter Demnig startete das Projekt im Jahre 1995. Europaweit wurden inzwischen weit über 30.000 Steine verlegt. (hbz)
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