Castings als Hobby

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Detlef Bandow-Tadsen (69) schmettert fürs Wochenblatt das Wolgalied Foto: rdm

Rahlstedter bewirbt sich mit dem „Wolgalied“ beim Supertalent

Von Reinhard Meyer
Rahlstedt
„Bei einem Casting mitzumachen ist ein Abenteuer und für mich ein Hobby“, sagt Detlef Bandow-Tadsen. Er ist als „Die Pfeife von Rahlstedt“ hamburgweit bekannt geworden. Der Titel war eine Anspielung auf seine gepfiffene Version des Liedes „La Paloma“, mit der er sich 2011 bei der Mega-Talentsuche von Radio Hamburg beworben hatte. Beim RTL Supertalent Casting in Hamburg hat er sich jetzt mit dem Lied „Es steht ein Soldat am Wolgastrand“ vorgestellt. Das Ergebnis wird ihm im Juli mitgeteilt. „Ich habe aber ein ganz gutes Gefühl“, so seine Einschätzung. Niederlagen, wie seinerzeit bei Radio Hamburg, entmutigen ihn nicht. Bandow-Tadsen: „Als ehemaliger Außendienstmitarbeiter einer Verpackungsfirma weiß ich, dass man gewinnen und verlieren kann. Wenn man verliert, muss man die Fehler suchen und es mit Hartnäckigkeit wieder versuchen.“ Er hat keine Aufführung der Lehar-Operette „Der Zarewitsch“ gesehen, kennt auch die Noten nicht. Aber er hat sich Ivan Rebroff auf dem Computer angehört und danach das Wolga-Lied gesungen – regelmäßig nach dem Frühstück. „Mein Frau fand das manchmal zu laut“, räumt er freimütig ein. Sein Lebensthema: „Lebensfreude durch Arteigenheit“. Arteigenheit bedeutet, dass jeder Mensch einzigartig in der Schöpfung ist. Lebensfreude kann man nicht vermitteln, man kann nur einen Impuls geben – wie eine Blume, die man schenkt. Der Beschenkte kann die Annahme verweigern, er kann die Blume wegwerfen, ins Wasser stellen, vernachlässigen, je nachdem wie sein „einzigartiger“ Geist zur Freude fähig ist. Detlef Bandow-Tadsen ist auch politikinteressiert. Der CDU ist er beigetreten, weil er in ihrem Programm die Idee der „Arteigenheit“ entdeckt hat. Er hat sich 2011 um den Landesvorsitz der CDU Hamburg beworben, vor kurzem um den Vorsitz des CDU Ortsverbands in Rahlstedt. „Ich habe drei Stimmen bekommen, immerhin.“ Er will es erneut versuchen. Mit sich und seinen Lebensvorstellungen ist der 69-Jährige im Reinen. Mögliche Kränkungen und Niederlagen erreichen ihn nicht: „Die Pfeife von Rahlstedt ist mein Spitzname.“
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