CDU-Fraktion kritisiert Sauberkeit in Wandsbek

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Haben auch in Wandsbek viel zu tun: die Mitarbeiter der Stadtreinigung Hamburg Foto: srhh

Stadtreinigung Hamburg schickt Inspektoren, die Verschmutzungsgrad ermitteln

Bezirk Wandsbek Um die Sauberkeit öffentlicher Straßen und Plätze macht sich die CDU-Fraktion der Bezirksversammlung Wandsbek Sorgen: Die Reinigungsfrequenz einiger Verschmutzungsschwerpunkte sei nicht ausreichend, heißt es in Zusammenhang mit einer Anfrage an das Bezirksamt. Nach Auskunft der Stadtreinigung hat Wandsbek in den vergangenen beiden Jahren die entsprechende Zielvorgabe erreicht. Sie liegt bei dem Wert 10,0. Wandsbek erreichte den Wert 8,8 (2014) und 8,7 (2015). Dazu Reinhard Fiedler, Pressesprecher der Stadtreinigung: „Es handelt sich hier um ein deutschlandweit angewandtes System zur Bewertung des Sauberkeitszustands. Der beste Wert wäre eine Null, die aber praktisch nicht zu erreichen ist; der schlechteste ist die 30.“ Nach Fiedlers Worten sei Wandsbek weder besonders schmutzig noch besonders sauber: „Fast alle Bezirke sind auf ähnlichem Niveau. Nur Bergedorf ist etwas besser. Das liegt vermutlich an der ländlichen Struktur.“ Der Verschmutzungsgrad öffentlicher Straßen und Plätze wird täglich von Inspektoren der Stadtreinigung ermittelt. „Die zu prüfenden Straßen werden nach dem Zufallsprinzip ausgewählt.“ In die Bewertung fließen alle möglichen Verschmutzungen ein, vom Hundehaufen bis zu den am Pflaster festgeklebten Kaugummis. Die Wandsbeker Zahlen stuft Fiedler als „relativ sauber“ ein. Was nicht heißt, dass es keine Probleme gibt. So sind für die Reinigung der Grünanlagen die Bezirke selbst zuständig (nur in Mitte hat das Bezirksamt die Arbeit der Stadtreinigung übertragen), was schon an den andersfarbigen Abfallkörben (nur die Stadtreinigung verwendet rote) zu erkennen ist. Und es gibt laut Bezirksamt auch in Wandsbek Schmuddelecken, die zum Teil bis zu fünfmal wöchentlich sauber gehalten werden müssen. Dazu zählen: Högenbarg (Hummelsbüttel), Wenzelplatz (Poppenbüttel), Ostpreußenplatz (Wandsbek), Wandsbek Markt, der Gropiusring vor dem Einkaufszentrum Steilshoop sowie der Rahlstedter Bahnhof. Über die Hotline „Sauberes Hamburg“ gingen im Jahr 2014 insgesamt rund 20.000 und im letzten Jahr etwa 19600 Beschwerden für ganz Hamburg ein, für Wandsbek waren es 2450 und 2620 Meldungen. Die gute Nachricht: Immer mehr Hamburger helfen aktiv mit, ihre Stadt sauber zu halten: 2016 machten 62.760 Menschen bei der Aktion „Hamburg räumt auf“ mit. (tel)
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