Chaos vor der Schule

Anzeige
Kinder sollten auch mal wieder allein und zu Fuß zur Schule kommen. Eltern trauen den Kindern zu wenig zu Foto: Grell

Elternrat fordert mehr Sicherheit. Ortstermin an der Wielandstraße

Von Karen Grell
Eilbek
Morgens um kurz vor 8 Uhr ist die Verkehrslage vor der Grundschule an der Wielandstraße am schlimmsten. Eltern bringen ihre Kinder noch schnell mit dem Auto zur Schule, fahren in die enge, auf beiden Seiten zugeparkte Sackgasse, in deren Wendehammer kaum ein Drehen möglich ist und müssen nach dem Absetzen ihrer Kinder oft rückwärts wieder aus der Straße hinausfahren.

Unterschriften gesammelt


Für eine bessere Verkehrssituation rund um die Schule Wielandstraße haben Eltern jetzt Unterschriften gesammelt, die sie dem Abgeordneten der SPD des Wahlkreises Eilbek, Ingo Freund, bei einem Ortstermin übergeben haben. Für bauliche Maßnahmen plädieren die einen Eltern, für mehr Polizeipräsens die anderen. Die Verkehrssituation am Morgen können aber nach Meinung des Leiters für Prävention und Verkehr, Peter Vogt vom PK 312, am ehesten die Eltern selber ändern. „Die Kinder könnten wieder zu Fuß zur Schule kommen oder mit dem Fahrrad, um erhöhtes Verkehrsaufkommen vor dem Schulgebäude zu vermeiden“, so Vogt. Durch den spanischen Zweig an der Wielandstraße ist die Schule allerdings in der ganzen Stadt beliebt und somit kommen die Kinder nicht nur aus dem direkten Umfeld an die Grundschule, sondern auch aus anderen Stadtteilen. Eltern, die mit ihren Kindern aus weiterer Entfernung nach Eilbek kommen und auf den eigenen Pkw angewiesen sind, empfiehlt der Chef der Verkehrspolizisten das Halten außerhalb der Sackgasse, um die anderen Kinder, die diesen Schulweg nutzen, nicht in Gefahr zu bringen. Unfälle habe es hier laut Statistik in den vergangenen Jahren keine gegeben. „Die Eltern sollten mehr Rücksicht nehmen“, meint auch Anke Blume vom Elternrat. Auch sie hat Angst, ihren Sohn allein den Schulweg bestreiten zu lassen, weil die unübersichtliche Parksituation direkt an der Straße für sie eine direkte Gefahrenquelle bedeutet. Wenige der Schulkinder der dritten und vierten Klasse dürfen aus diesem Grund hier in Eilbek selbständig zur Schule gehen. Nach dem aktuellen Ortstermin steht fest: Aufgrund der 30-Zone in der Wielandstraße gibt es keine Möglichkeit, einen zusätzlichen Fußgängerüberweg zu schaffen. Schulleiterin Annegret Koch wünscht sich, dass Eltern ihre Kinder nicht mehr direkt bis vor die Schule fahren, um einen Rückstau zu vermeiden. Verkehrslehrer Peter Vogt gibt den Eltern den Rat mit auf den Weg, ihren Kindern wieder mehr zuzutrauen. Im Verkehrsunterricht an den Schulen werden die Vorschüler schon geschult und kennen sich auch im Straßenverkehr gut aus.
Anzeige
Anzeige
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.
Anzeige
Anzeige