Dach überm Kopf

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Die ehrenamtliche Helferin Cornelia Lieb und Ali Ismail aus Bulgaren vor den Wohncontainern Foto: rdm

Kirchengemeinde macht beim Winternotprogramm mit

Oldenfelde/Rahlstedt Zum zweiten Mal beteiligt sich die Kirchengemeinde Meiendorf-Oldenfelde am Hamburger Winternotprogramm. Jetzt stehen wieder zwei Wohncontainer mit je zwei Schlafplätzen sowie ein Sanitärcontainer an der Matthias-Claudius-Kirche. Zwei Rumänen und zwei Bulgaren haben bis zum April hier Unterkunft gefunden. Pastor Nils Christiansen hatte das Projekt 2013 angeschoben. Diakon Manfred Ehm übernahm die organisatorische Abstimmung mit den staatlichen Stellen und den ehrenamtlichen Helfern. Winternotprogramm heißt: Die Stadt Hamburg möchte alle Obdachlosen im Winter von der Straße holen. Sie stellt die Container, übernimmt Transport und Betriebskosten. Sie weist die Obdachlosen zu. Die Kirchengemeinde bietet Standort mit Anschlüssen – und sichert die Betreuung.
Was leistet diese Wohnunterkunft? Sie steht den Männern anders als üblich rund um die Uhr zu Verfügung. Mit dem Schlüssel ist ein Maß an Privatheit gesichert. Die Räume sind mit Herdplatte und TV ausgestattet. Ehrenamtliche Helfer gehen mit ihnen einkaufen – Brille oder Schuhe – von Spendengeldern. Sie geben Deutschstunden und sind ihre Ansprechpartner - auch für persönliche Gespräche.
Nach Manfred Ehm unterliegt die Zusammenarbeit zwischen den vier Gästen und den Ehrenamtlichen Regeln. So betreten die Helfer die Räume nur mit Zustimmung der Bewohner. Für letztere gilt: In den Räumen darf nicht geraucht, auf dem Kirchengelände darf kein Alkohol konsumiert werden. „Über der Flüchtlingsproblematik dürfen wir die Menschen in Not nicht vergessen“, sagt Manfred Ehm. (rdm)
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Rainer Stelling aus St. Georg | 01.12.2015 | 15:28  
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