Dank durchs Ehrenamt

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Fußball-Jugendleiter Peter Menssing (r.) im Gespräch mit Trainer Philip Lee (2.v.r.) und C-Jugendspielern des Vereins Foto: sim

Peter Menssing kickt seit 1958 und arbeitet heute als Fußball-Jugendleiter

Von Siegmund Menzel
Wandsbe
k Die sportliche Laufbahn von Peter Menssing beim Wandsbeker TSV Concordia begann Weihnachten 1958. Der Steppke bekam zum Fest ein rot-schwarzes Trikotset geschenkt. Seine Eltern überraschten Sohnemann mit Hemd und Hose. Von Onkel und Tante erhielt er die Stutzen. Ein Nachbarjunge half mit Fußballschuhen aus. „Die waren mir zwei Nummern zu groß. Um spielen zu können, stopfte ich Zeitungspapier in die Buffer“, erinnert sich der 67-Jährige. Sein erstes Fußballspiel für den Vorgängerverein Concordia Hamburg absolvierte er noch am 2. Weihnachtsfeiertag, der Gegner hieß TSV Langenhorn. Concordia sei damals mit über 40 Nachwuchsmannschaften „die größte Jugendabteilung in Europa“ gewesen.

Präsident von 1998 bis 2016


Peter Menssing durchlief alle Altersklassen. Später bei den Erwachsenen wurde er sogenannter Vertragsspieler. Der gebürtige Hamburger blieb dem Traditionsverein treu, noch heute arbeitet er gemeinsam mit Ulf Dassow ehrenamtlich als Fußball-Jugendleiter. Von 1998 bis April 2016 war Menssing der Präsident des Wandsbeker TSV Concordia beziehungsweise des SC Concordia, zuvor ein halbes Jahr Schatzmeister. „Cordi“ hat heute eigenen Angaben zufolge etwa 2.000 Mitglieder, die in 20 Abteilungen einen Teil ihrer Freizeit verbringen. Die mit Abstand größte Abteilung sei Fußball mit rund 800 Mitgliedern, davon zirka 600 Kinder und Jugendliche. Die erste Männermannschaft spielt in der Oberliga Hamburg, der fünfthöchsten Spielklasse in Deutschland.

Tolle Kinder- und Jugendzeit


„Ich erlebte bei Concordia eine ganz tolle Kinder- und Jugendzeit, möchte mit meiner ehrenamtlichen Arbeit etwas zurückgeben“, erklärte Peter Menssing sein Engagement. Man liebe den Fußball, hänge am Verein, seine Verbundenheit sei ständig gewachsen. Außerdem sieht er sich als „Macher“, packt lieber Dinge selbst an als zuzuschauen. Das alles sei jedoch nur durch seine „tolerante und verständnisvolle Ehefrau möglich geworden“. Denn auch beruflich hat der Familienvater alle Hände voll zu tun. Er leitet ein Chemiehandelsunternehmen, beschäftigt insgesamt 16 Mitarbeiter.

Noch auf Torejagd


Sowohl im Job als auch im Ehrenamt wird Menssing in den nächsten Jahren die Verantwortung an Jüngere übergeben, ist dabei „auf einem guten Weg, Weichen werden gestellt“, betonte der Hamburger, der selbst noch bei den Supersenioren auf Torejagd geht. Er fehlt auch selten, wenn sich Alt-Concorden monatlich am Stammtisch im Clubheim treffen. Erinnerungen machen dann die Runde.
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