Das Containerdorf in Hamburg entsteht

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Die ersten Container stehen schon in der Rahlstedter Straße. Thomas Seltmann betrachtet mit Skepsis das Asylprojekt in seiner Nachbarschaft Foto: güb Foto: güb

Bis Juli ziehen 108 Flüchtlinge auf das alte DRK-Gelände

Hamburg. Im August vergangenen Jahres sorgte die Nachricht, dass in der Rahlstedter Straße 8 auf dem ehemaligen DRK-Grunstück Container aufgestellt werden sollen, in die Flüchtlinge und Obdachlose einziehen sollen, für Unruhe in Rahlstedt. Nicht die Tatsache, dass diese Menschen dort vorübergehend eine neue Heimat finden sollen, brachte die Anwohner rund um das Grundstück in Rage. Vielmehr waren es zwei Gründe, die den Ärger produzierten. Einmal fühlten sich die Anwohner einfach übergangen, weil sie über das Asylprojekt in der Rahlstedter Straße nicht informiert worden waren. Zum anderen, weil sie glaubten, dass rund 400 Asylbewerber und Obdachlose dort in die Container ziehen würden.
Jetzt hat der Bezirk vor Ort Tatsachen geschaffen. Bauhandwerker sind dabei, die ersten Container aufzustellen. Mehrere Container bilden eine Wohneinheit, die mit einem Dachgerüst versehen sind. Drei Container stehen schon, für drei Containereinheiten werden schon die weiteren Fundamente errichtet.
Thomas Seltmann, der mit seinem Kfz-Sachverständigenbüro in direkter Nachbarschaft zum künftigen Containerdorf liegt, äußert Bedenken. „Uns ist erklärt worden, dass hier nur 100 Flüchtlinge einziehen werden. Ich habe gehört, dass es wesentlich mehr werden sollen. Außerdem bin ich mir nicht sicher, ob die Betreuung der Flüchtlinge stattfinden wird“, erklärt er in einem Gespräch mit dem Wochenblatt.
Marcel Schweitzer, Pressesprecher der Behörde für Arbeit, Soziales, Familie und Integration (BASFI), konnte Auskunft geben. „In der Rahlstedter Straße 8 sollen 108 Personen Unterschlupf finden. Sie werden noch im zweiten Quartal dieses Jahres einziehen“, teilte er auf Anfrage mit.
Mehr über das Asylprojekt wird der städtische Betrieb „fördern und wohnen“ den Teilnehmerinnen und Teilnehmern des Runden Tisches „Rahlstedter Straße“ bekannt geben. In der Einladung heißt es: „Wir laden Sie gern zu einem Informationsaustausch über unsere Wohnunterkunft und ihre Bewohner am Montag, dem 12. Mai um 19 Uhr, beim AMTV, Rahlstedter Straße 159 ein“, schreibt Anka Pötting, Bereichsleiterin von „fördern und wohnen“. (güb)
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