Das ganze Dorf war auf den Beinen

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Willinghusen erlebte einen grandiosen Festumzug zum VogelschießenFoto: güb

Vogelschießen in Willinghusen. Die Kinderkönigspaare fuhren durch den Ort

Barsbüttel. Im Barsbüttler Ortsteil Willinghusen war wieder Vogelschießen und das bedeutet, der ganze Ort war auf den Beinen. Das hat in der Gemeinde schon Tradition. Erstmals wurde das Vogelschießen 1908 in der Chronik von Willinghusen erwähnt. Darum hat man in diesem Jahr Wert darauf gelegt, dem Fest in der Gemeinde seinen alten Charakter wiederzugeben.
Es sollte nicht nur Schulfest sein, sondern es sollte wieder ein Dorffest sein. Ein Planungsteam in der Schule wurde gebildet, bestehend aus Lehrern und Eltern sowie Bürgern aus dem Ort, dass das Fest auf die Beine gestellt hat und sich über zwei Tage erstreckte.

Acht Königspaare

Am Freitag vergangener Woche standen die Spiele in der Schule im Vordergrund. Die Spiele waren eine Mischung aus Sport, Geschicklichkeit und Glück. Die Schülerinnen und Schüler der Grundschule Willinghusen machten mit großer Begeisterung mit. Am Sonnabend war es dann soweit.
Acht Königspaare (je ein Paar pro Klasse) wurden gekrönt. Diejenigen, die bei den Spielen die meisten Punkte errungen hatten, durften sich die goldene Krone aufsetzen. Für alle Kinder, die bei den Spielen mitgemacht hatten, war sehr wichtig, dass jeder wie in früheren Zeiten ein Geschenk bekam. Dieses gelang, weil Einwohner und Sponsoren sich als sehr spendenfreudig gezeigt hatten.
Als ein großer buntgeschmückter Trecker vor der Grundschule erschien, wusste das ganze Dorf, jetzt geht gleich der Festumzug los.
Die Königspaare nahmen darauf Platz und die Schülerinnen und Schüler samt Lehrer und Eltern stellten sich dahinter auf, um dann mit klingendem Spiel der Kapelle der Freiwilligen Feuerwehr Willinghusen durchs Dorf zu ziehen. „Nach Jahren hatte sich das Dorf wieder in den Straßen, durch die der Umzug fuhr, bunt geschmückt“, freute sich Beate Maak, die für die Elternschaft der Schule mit an der Organisation des Vogelschießens mitgearbeitet hatte.
Ehemalige Könige und Königinnen aus früheren Jahren, heute schon teilweise im Erwachsenenalter, alle mit einer Schärpe geschmückt, marschierten vorn im Festzug mit. Einige Familien des Dorfes waren sogar in mehreren Generationen vertreten. „Einige hatten sogar Tränen in den Augen, als sie sich an das Fest von damals erinnerten“, berichtete Beate Maak. Nachdem der Festumzug mit großem Tamtam durchs Dorf gezogen war, gab es anschließend Kaffe, Kuchen und Würstchen auf dem Schulhof. (güb)
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