Das „GyMei“ sucht heiße Helfer

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Ein Foto von der Jubiläumsfeier „40 Jahre Kochmütter“: „GyMei“-Schulleiterin Marie-Luise Stehr führt die Küchenpolonaise in „Kochmütter“-Schürzen an; hinter ihr Biolehrer Dr. Tilman Krause (l.) und Deutschlehrer Stefan Becher Foto: tel

Seit 40 Jahren wird an der Oberschule gekocht

Meiendorf Es ist keine Selbstverständlichkeit: Am Gymnasium Meiendorf wird gekocht „wie bei Muttern“, meint Schulleiterin Marie-Luise Stehr – und das schon seit 40 Jahren. So lange gibt es die „Kochmütter“ an der Oberschule (über 1000 Schüler). Jahrzehnte bevor an anderen Hamburger Schulen über die Beköstigung der Schützlinge nachgedacht wurde, führte das „GyMei“ (Schülerjargon) als reformiertes Gymnasium mit Nachmittagsunterricht 1975 den Mittagstisch ein. Und das wurde vor den großen Ferien auch gebührend gefeiert. Jetzt sucht die Schule dringend Küchenhelfer.
Statt (wie heute üblich) von sogenannten Caterern kommen die Mahlzeiten direkt aus der eigenen, professionell ausgestatteten Schulküche, die nach Spenden des Schulvereins und der Elternschaft sowie mittels Zuschüssen des Bezirksamts aus einer Cafeteria entstanden war. Schulleiterin Stehr (60): „Selbst kochen mit Ehrenamtlichen ist etwas ganz anderes, als sich das Essen liefern zu lassen. Wir haben hier einen ganz besonderen Zusammenhalt zwischen Lehrerschaft und Eltern. Ich selbst esse fast jeden Tag in der Aula.“ Wie mehr als 100 Schülerinnen und Schüler auch. Jeden Tag gibt es ein Hauptgericht und Dessert, bei Fleischgerichten auch eine vegetarische Variante und einmal wöchentlich Fisch – das Ganze zum Preis von 3,10 Euro (Hauptgericht: 2,50 Euro) pro Mahlzeit. Darüber hinaus wird in der ersten großen Pause ein Frühstücksbuffet geboten. An Herd und Spülmaschine stehen täglich zwischen fünf und zehn Ehrenamtliche – zu 90 Prozent Frauen. Bei insgesamt zehn Teams ist jede Kochgruppe einmal in der Woche dran. Vor den großen Ferien durften sich mehr als 200 ehrenamtliche Gastronomen als großes Dankeschön der Schule einmal selbst an einer riesigen Kaffeetafel verwöhnen lassen. Jetzt appelliert Schulleiterin Stehr an die Eltern: „Wir brauchen dringend weitere Helfer.“ Sonst droht demnächst doch noch der Caterer... (tel)
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