Das Unbewusste in Farben verpackt

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Kritiker loben die Bilder von Aneta Pahl wegen ihrer „emotionalen Tiefe“Foto: C. Yaman

Rahlstedter Künstlerin Aneta Pahl malt abstrakt-expressionistisch

Von Cetin Yaman
Rahlstedt. Wassily Kandinsky forderte von der Kunst, dass sie mehr leisten müsse als lediglich die Wirklichkeit abzubilden. Für den Expressionisten hat sie die Aufgabe, den Menschen zum Nachdenken über sich anzuregen und das könne man mit gegenständlicher Malerei nicht so gut wie mit losgelösten Kreationen. Legt man dies als Maßstab für gelungene Gemälde an, kann man von den Werken der Rahlstedter Malerin Aneta Pahl getrost behaupten, dass sie ihr Ziel erreichen. Beim Betrachten ihrer großformatigen, farbintensiven Bilder im abstrakt-expressionistischen Stil mit Titeln wie „Ratio & Emotio“, “Uncharted Water“ oder „Drachenblut“ kommt man gar nicht umhin, als über den Anblick der Leinwand-Kompositionen zur Reflektion über sich selbst vorzudringen. Das ist auch bei der 37-jährigen Hamburgerin mit polnischen Wurzeln durchaus Absicht. Sie selbst äußert sich bewusst nicht zu ihren Artefakten, will niemandem etwas vorgeben, in welche Richtung sie ihre Fantasie spielen lassen sollen, aber die Bezeichnungen der Bilder und das Dargestellte lassen den Schluss zu, dass Pahls Gemälde versuchen, das Unbewusste zu veranschaulichen.
Ihr Wohnatelier befindet sich in Alt-Rahlstedt, wo sie seit sieben Jahren lebt: „Hier finde ich die Ruhe und die Inspiration für meine künstlerische Tätigkeit“, sagt die 1976 in der Nähe von Torun in Polen geborene Künstlerin. Zum Malen kam sie vor rund einem Jahrzehnt und entdeckte es als eine wundervolle Art, Gedanken und Gefühle zu verewigen. „Sich künstlerisch zu betätigen, hat fast nur mit Emotionen zu tun. Zu jedem Bild, das ich erstellt habe, weiß ich noch ganz genau in welcher Stimmung ich mich befand“, sagt die Mutter von drei Töchtern. Meist verwendet Aneta Pahl Acrylfarben, hin und wieder kommen jedoch auch Hanf, Goldblatt, Ölfarben oder Schlagmetall zum Einsatz.
Wer die Gemälde von Aneta Pahl sehen möchte, hat im Moment im benachbarten schleswig-holsteinischen Ahrensburg (Casa Rossa, Manhagener Allee 1) die Gelegenheit dazu. Dort sind noch bis zum
31. Oktober ihre Werke ausgestellt. Der Eintritt ist frei.
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