Das wird die neue Hammer Straße in Hamburg

Anzeige
Zukunft an der Hammer Straße: Züge queren die Straße über eine Brücke, die Autos fahren drunter durchVisualisierung: LSBG
 
Das sogenannte Trogbauwerk auf der Hammer Straße von oben aus gesehen Visualisierung: LSBG

360 Meter lange Unterführung. Baumaßnahmen dauern bis Ende 2018

Von Martin Jenssen
Hamburg. Erleuchtung im Bauwirrwarr an der Hammer Straße: Für Anwohner und Autofahrer ist jetzt sichtbar, wie sich die Straße in den kommenden vier Jahren verändern wird. An den Eck- und Brennpunkten der Großbaustelle hat die Baubehörde große Transparente aufgestellt, auf denen zu sehen ist, was bis Endes des Jahres 2018 geplant ist. Dann wird der Verkehr ungebremst durch ein Trogbauwerk unter den Bahngleisen der Strecken Hamburg-Lübeck und Horn-Wandsbek hindurchgeführt. Bis dahin müssen Autofahrer und Anwohner allerdings noch viel Geduld aufbringen. Nach ersten Berechnungen werden 66 Millionen Euro in die Baumaßnahmen fließen. Die Unterführung wird 360 Meter lang und 18,30 Meter breit sein. Beidseitig werden an der künftig zweispurig befahrbaren Hammer Straße Geh- und Radwege angelegt. Im Rahmen der zur Zeit laufenden Vorarbeiten werden die Straßenkreuzungen Jüthornstraße und Pappelallee/Bärenallee sowie die einmündenden Anliegerstraßen mit den Anbindungen der Grundstücke angepasst. Zudem erfolgt die Erschließung der Gleisdreiecke im Bereich der Hammer Straße über die Marienthaler Straße mit dem Bau einer Brücke über die Güterumgehungsbahn. Zahlreiche Kabel und Leitungen müssen dafür verlegt werden. Betroffen von den derzeitigen Arbeiten ist vor allem die Schule an der Griessstraße, in deren Umfeld 180 Bäume gefällt wurden. Dort wird die Marienthaler Straße über den Lehrerparklatzes verlängert. Die Lehrer müssen zur Zeit auf dem Basketballplatz parken. Unannehmlichkeiten, die nur bis zu den Sommerferien dauern sollen. Durch die Arbeiten wird das Schulgelände ein wenig verkleinert. Schulleiterin Antje Zingel: „Dumm gelaufen ist nur, dass die Arbeiten für die Unterführung, die seit 20 Jahren geplant ist, gerade jetzt angefangen haben. Denn zur gleichen Zeit bauen wir auf dem Schulhof eine neue Schulkantine.“ Zum Ausgleich für die Unannehmlichkeiten bekommt die Schule im Sommer einen neuen Fitnessparcours. Die Marienthaler Straße wird mit einer Brücke über den Trog mit den Vereinsgebäuden und den Kleingärten auf der östlichen Seite der Hammer Straße verbunden. Die enge Brücke wird nur für Feuerwehr, für Müllfahrzeuge und die Anlieger mit Autos befahrbar sein. Unterhalb dieser Brücke wird ein Fußgängerüberweg gebaut, der über eine Treppe mit dem Claudiusstieg verbunden wird.
Über eine Rampe an der westlichen Seite der Marienthaler Straße können Fußgänger und Radfahrer die Hammer Straße erreichen. Eine weitere Rampe ist auf der östlichen Seite in Höhe Trauns Allee geplant. Der Beginn der Hauptarbeiten des Trogbauwerkes ist für 2015 geplant. Von der Jüthornstraße kommend wird die Hammer Straße nach Westen verschwenkt. In Höhe Asmusweg erhält sie einen durch Ampeln gesicherten Übergang. Die heutige Ostfahrbahn wird nach Fertigstellung des Troges nur noch eine Anliegerstraße sein. Schon jetzt ist sie für den Durchgangsverkehr gesperrt. Die alten und wertvollen Bäume auf der Mittelinsel der Hammer Straße werden geschützt und bleiben weitgehend erhalten. Viele Bäume am Rande der Großbaustelle haben einen Baumschutz durch Bretter erhalten, damit sie während der Bauarbeiten nicht beschädigt werden.
Der Verkehr aus der Claudiusstraße soll künftig über die Bärenallee in die Hammer Straße geführt werden, da der Bahnübergang Claudiusstraße geschlossen wird. Hierfür muss das Linksabbiegerverbot in der Bärenallee aufgehoben werden. Dies macht den Umbau der Kreuzung und der anschließenden Straßen erforderlich. Im Jahre 2018 soll alles fertig sein und der Verkehr über die Hammer Straße zwischen Horner Kreisel und der Wandsbeker Chaussee ungehindert fließen. Bisher wird er durch die Bahnschranken, die sich bis zu 190 mal pro Tag schließen, empfindlich gestört. „Die schönste Nachricht im vergangenen Jahr war für mich, dass die Aufhebung der Bahnübergänge in der Hammerstraße realisiert wird. Nach langer Planungszeit wird jetzt endlich der Tunnel gebaut. Das wird zu einer spürbaren Verbesserung in unserem Stadtteil führen“, so Ingrid Voss, Vorsitzende des Wandsbeker Bürgervereins, abschließend.
Anzeige
Anzeige
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.
Anzeige
Anzeige