Dauerlärm am Krankenhaus

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Der CDU-Bezirksabgeordnete Kai Falcke (l.) beim Ortstermin mit betroffenen Anwohnern Foto: Glitz

Anwohner beklagen Parkplatzmangel. Runder Tisch soll helfen

Von Rainer Glitz
Wandsbek
Zwei Lastwagen kommen sich auf der Rauchstraße entgegen, ein weiterer Transporter kommt vom Gelände der Asklepiosklinik. Es wird eng, nur mit Mühe kommen die Fahrer aneinander vorbei. Es riecht nach Dieselabgasen. Lieferfahrzeuge, Betonmischer, die Müllabfuhr, Leichenwagen und Autos des Krankenhauspersonals nutzen die Rauchstraße und die Tratzigerstraße. Es sind Halteverbotsschilder aufgebaut, damit größere LKW überhaupt um die Kurve kommen. Die Parkplatzsuche für die Anwohner ist entsprechend mühsam, mehrfach haben außerdem Tieflader die Zufahrt zu einer Tiefgarage blockiert. Dazu kommt der Lärm durch den Werkhof der Klinik.

Lärm rund um die Uhr


„Hier spielt sich alles ab, es gibt einfach keinen Feierabend“, sagt Anwohner Claus Ludwig. Auch nachts werde angeliefert, die Fahrer unterhielten sich laut. „Wir werden geweckt, meine kranke Frau kann nicht einmal mittags schlafen“, ergänzt Günter Moritz. Auf dem Balkon sei es sehr laut, vor allem das Auf- und Abladen der Müllcontainer mache Lärm, dazu komme der ständige Pfeifton der Klimaanlage der Klinik. Die Anwohner verstehen nicht, warum LKW und Baufahrzeuge durch die Nebenstraßen statt über die Bovestraße oder die Jüthornstraße auf das Klinikgelände fahren. „Das ist hier doch ein Wohngebiet und kein Gewerbegebiet“, ärgert sich Günter Moritz. „Neulich wurden hier zehn alte Bäume gefällt, ohne dass wir irgendwie informiert wurden“, sagt Marianne Brieden. Fehlende Informationen über den seit Jahren andauernden Umbau der Asklepiosklinik seien ein Dauerproblem. Dazu kämen Abgase und Feinstaub. „Wir müssen alle zwei Tage Staub wischen, wenn wir die Fenster öffnen“, erzählt Claus Ludwig.

Dicke Beschwerde-Akte


Seit Jahren schreiben die Anwohner Beschwerdebriefe. „Ich habe schon eine dicke Akte“, sagt Marianne Ermisch. Jetzt haben sich die Wandsbeker an den CDU-Bezirksabgeordneten Kai Falcke gewandt. „Wir leben in einer Großstadt, hier gibt es Wohnen und Industrie auf engstem Raum, es muss dabei aber Kompromisse geben“, sagt Falcke. Im Fall des Nestlé-Werkes in der Straße Am Neumarkt habe das auch funktioniert. Die CDU hat deshalb im Regionalausschuss Kerngebiet Wandsbek einen Runden Tisch beantragt. Am 22. April um 18 Uhr treffen sich nun Anwohner, Klinikleitung, ein Vertreter des Bezirksamtes und die Fachsprecher der Fraktionen im Speisesaal des Krankenhauses, um über Problemlösungen zu beraten.
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