Demo gegen Rechts

Anzeige
Hier auf dem Platz für der blauen Kachel in Steilshoop, der Martin Luther King Kirche, versammelten sich die Demonstranten im letzten Jahr. Foto: Jusos Hamburg

Am Freitag geht Hamburg in Steilshoop auf die Straße

Von Tanja Sobersko
Bramfeld/Steilshoop. Am Freitag, 20. April, findet in Steilshoop und Bramfeld die große Demo „Hamburg gegen Nazis“ statt. Aufgerufen dazu haben die Jusos, AStAs mehrerer Universitäten, die Jugendorganisation des DGB, die Julis, Linksjugend Solid, Grüne Jugend Hamburg, die Jungen Piraten, sowie der JEF. Die Junge Union ist kein Mitveranstalter der Demonstration, teilt aber die Meinung der Demonstranten: „Zwar sind wir kein Veranstalter dieser Demonstration, deren Anliegen wir jedoch klar unterstützen. Einzelne Mitglieder werden dementsprechend auch an der Demonstration teilnehmen“, so Marcel Stepanek, Landesgeschäftsführer der Jungen Union Hamburg. 2005 fand diese Demonstration gegen Faschismus und Nationalsozialismus durch Steilshoop und Bramfeld zum ersten Mal statt. Der Grund damals war ein Aufmarsch der NPD, an dem Geburtstag von Adolf Hitler. Dadurch entstand der Wille eine Demonstration zu durchzuführen, um rechtem Gedankengut keine Chance und kein Medium zu geben. Unter anderem zusammen mit den Julis (Junge Liberale) sind die Jusos 2005 in Steilshoop gestartet und nach Bramfeld marschiert. In den nächsten Jahren wuchs diese Demonstration immer weiter und wurde zu einer festen Veranstaltung mit immer mehr unterstützenden Organisationen. Jährlich wächst auch die Zahl der Teilnehmer. Ein spezielles Thema steht nicht im Vordergrund, doch die Organisatoren möchten ein Zeichnen setzen, dass Nazis in Deutschland nichts zu suchen haben und man ihnen keine Plattform bieten will, ihr Gedankengut zu verbreiten. Natürlich wird in der Auftaktkundgebung und Abschlusskundgebung die aktuelle Situation ein Thema sein, rund um den enttarnten Rechtsterrorismus in Deutschland. Dazu Patrick Martens, Landesgeschäftsführer der Jusos Hamburg: „Die Jusos unterstützen die Demonstration, weil wir uns ganz klar gegen Faschismus, Rechtsterrorismus, Fremdenhass und jegliche andere Rechtspopulistischen Gedanken positionieren und im Bündnis mit den anderen Jugendorganisationen ein Zeichen setzen wollen, dass auch die Jugend erreichen soll“. Und auch Tom Rickers, Sprecher der Grünen Jugend Hamburg bestätigt, dass seine Partei ein Zeichen setzen will: „Für uns ist die Demo dieses Jahr sehr wichtig, da sich im vergangenen Jahr gezeigt hat, dass wir in Deutschland eine aktive und sehr aggressive rechte Szene haben. Es ist ein großartiges Zeichen, dass fast alle Jugendorganisationen der Parteien gemeinsam auf die Straße gehen, um auf diese Probleme aufmerksam zu machen“. (ts)
Anzeige
Anzeige
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.
Anzeige
Anzeige